Hase im Glück

Gebratene Reisnudeln mit Huhn, Gemüse und Ei (Pad Thai)

Das Ding mit der „Schlafsacknorm“ … oder
… wie ich es vermeide zu frieren //

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Wenn ich friere, bekomme ich schlechte Laune. Wohl wissend, dass das eine unumstößliche Tatsache ist, versuche ich, so gut wie möglich zu vermeiden, dass mir kalt wird. Als ich letzte Woche bibbernd vom Einkaufen zurück in die Wohnung kam und schlecht gelaunt meinen grauen Mantel in den Schrank nach ganz hinten und meine Winterjacke nach ganz vorne gehängt habe, fiel mir ein, dass frieren ja nicht gleich frieren ist. Ich gehe einfach mal davon aus, dass euch das Thema auch interessiert – hier kommen jetzt nämlich ein paar (mitunter wissenschaftliche) Erkenntnisse:

Vor ein paar Jahren habe ich mich mit dem Thema „wie vermeide ich es, zu frieren“ näher beschäftigt. Grund dafür war, dass ich eine Reise nach Peru gebucht hatte und den Urlaub ohne schlechte Laune (= nicht frieren = neuer Schlafsack muss her) verbringen wollte. Die Herausforderung war, dass der Schlafsack leicht und handlich sein sollte (ich war mit dem Rucksack unterwegs) und GLEICHZEITIG warm halten sollte (auf 3.500 Meter Höhe kann es nachts durchaus mal kalt werden…).
Im Rahmen meiner Recherche stieß ich dann auf die „Schlafsacknorm“, die es tatsächlich gibt (wen es interessiert, es ist die EN 13537…). Einen überaus wichtigen Teil dieser Norm stellen – genau! – die Temperaturangaben dar. Diese sind wie folgt aufgeteilt:
Der Wert der Komforttemperatur entspricht dem Wert, der für eine “Standard-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m – aha!), die gerade noch nicht friert, errechnet wurde.
Der Wert der Grenztemperatur entspricht dem Wert, der für einen „Standard-Mann“ (25 Jahre, 70 kg, 1,73 m – hihi), der gerade noch nicht friert, berechnet wurde. (Anmerkung Sandra: das sind immerhin 5 Grad Unterschied zur Frau!)
Jetzt der wichtigste Teil für mich: Der Wert der Extremtemperatur entspricht dem Wert, der für eine “Standard-Frau” (25 Jahre, 60 kg, 1,60 m) unter starker Kältebelastung berechnet wurde und wo ein erhöhtes Risiko der Unterkühlung besteht.

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Fazit: A.) Weder der Mann noch ich entsprechen alters- gewichts- und größenmäßig der „Standard“-Definition (:-)). B.) Ich denke, dass die Grenztemperatur einer „Standard-Frau“ meiner Extremtemperatur entspricht. C.) Diese 5 Grad Unterschied zwischen Mann und Frau erklären einiges…
Denn im Auto des Mannes friere ich grundsätzlich. Zwiebel-Look und im Notfall Beifahrer-Sitzheizung-Einstellen beugen hervorragend eventuell auftretender Reizungen vor. Auch haben wir festgestellt, dass sich anhand einer Sammlung unterschiedlich dicker Kuscheldecken ganz hervorragend die individuellen Temperaturempfindungen auf dem Sofa während des fernsehens regulieren lassen. Und schlussendlich darf es nicht irgendeine Winterjacke sein… – oder will der Mann, dass ich während der Winterspaziergänge neben ihm nöle? Meine Jacke hält übrigens bis Minus 25 Grad, ich trage sie jetzt schon und fühl mich gut dabei…
Neben Sitzheizungen, Kuscheldecken und polartauglichen Winterjacken, sollte man natürlich nicht vergessen, sich auch von innen zu wärmen. Diese Woche gab es deshalb Reisbandnudeln mit Hähnchen und Gemüse thailändischer Art, auch Pad Thai genannt. Genau das Richtige dank einem Extra-Schuß „wärmender“ Chilisauce und der glücklichmachenden Nudeln.
(Ach, übrigens: für Peru hatte ich den perfekten Schlafsack gefunden. Dass man am ersten Tag einer 4-Tages-Wanderung durch die Anden in den Regen kommt und nicht mehr trocken wird, kann man dann doch nicht mit einplanen.)

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Zutaten Gebratene Reisnudeln mit Huhn, Gemüse und Ei (Pad Thai) (4 Portionen):
Fleisch
300 g Hähnchenbrustfilet
3 EL Sojasauce hell
2 EL Chilisauce, scharf
2 EL Sesamöl
1 EL Curry Paste
Gemüse
2 Knoblauchzehen
2 cm frischer Ingwer
2 Karotten
4 Frühlingszwiebeln
150 g Zuckerschoten
200 g Sojasprossen

200 g Reisbandnudeln
3 Eier
3 EL Milch
3 EL Sojasauce, hell
1 Limette, Saft davon
4 EL Erdnüsse, geschält + geröstet
2 Stängel Petersilie

Zubereitung Gebratene Reisnudeln mit Huhn, Gemüse und Ei (Pad Thai) (4 Portionen):
Die Hähnchenbrustfilets mit Wasser abspülen, trocken tupfen und in mittelgroße Stücke schneiden. Mit der Soja- und Chilisauce vermischen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank marinieren lassen.
Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken; Karotten schälen und in feine Streifen schneiden; Frühlingszwiebeln waschen, trocknen und in dünne Ringe schneiden; Zuckerschoten waschen, in kochendem Wasser blanchieren und abtropfen lassen. Sojasprossen abbrausen und abtropfen lassen. Petersilie waschen, trocken schütteln und die Blätter von den Stängeln zupfen. Erdnüsse grob hacken.
Die Reisbandnudeln nach Packungsanleitung kochen, abgießen und gut abtropfen lassen.
1 EL Sesamöl im Wok erhitzen, das Fleisch bei starker Hitze und ohne Deckel rundherum goldbraun anbraten und die Currypaste in das Fleisch einrühren. Aus dem Wok nehmen.
1 EL Sesamöl im Wok erhitzen, den Knoblauch und Ingwer anbraten, Karotten, Frühlingszwiebeln, Zuckerschoten und Sojasprossen zugeben und alles bissfest andünsten. Die Eier mit der Milch verquirlen, zu dem Gemüse geben und so lange alles braten, bis die Eier gestockt sind. Das Fleisch und die Nudeln zu dem Gemüse in die Pfanne geben. Alles mit Sojasauce, Limettensaft und Pfeffer würzen und abschmecken. Mit der Petersilie und den Erdnüssen servieren.

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