Hase im Glück

Italienischer Mandel Ricotta Zitronen Kuchen

Wenn nichts mehr hilft, einfach an Italien denken … oder
… ein Fitnessarmband-Update //

Kuchen mit Mandeln, Ricotta & Zitronen I Almond, Ricotta & Lemon Cake I haseimglueck.de
Wenn ich Abends ins Bett gehe, lege ich mich erstmal auf den Rücken, atme tief durch und denke an etwas Schönes. Was genau ist egal, Hauptsache schön. Meistens sind das dann kleine Dinge, ich sich am Tag zugetragen haben, wie z.B. ein Sommerblumenstrauß, der die Küche noch schöner macht oder der Status meiner Dielen-Umgestaltung (da folgt noch ein Bericht!). Oder eine Situation in der ich lachen musste. Da wir momentan auf der Arbeit sehr viel Stress haben, kommen wir ohne die Unterstützung von den 1,3 kg Haribo-Boxen nicht klar – dank des kontinuierlichen Zuckerpegels bekommen wir uns trotz Dauerdrucks zwischendrin vor Lachen nicht mehr ein und manchmal muss ich im Bett noch über unsere Dialoge lachen. Last but not least, denke ich gerne an Freupunkte, also Dinge, die ich geplant habe und auf die ich mich freue.

Wer sich jetzt denkt „schon wieder so eine, die in ihrer rosaroten Welt lebt und bei der alles perfekt ist“, kann beruhigt durchatmen – ne, manchmal liege ich da und mir will partout nichts Schönes einfallen. Im Gegenteil: dann gelingt es mir beim besten Willen nicht, die unschönen Dinge auszublenden, ich starre an die Decke und tue mir selbst leid (was wiederum darin endet, dass ich nicht einschlafen kann).

Kuchen mit Mandeln, Ricotta & Zitronen I Almond, Ricotta & Lemon Cake I haseimglueck.de

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Tritt eine dieser Alles-Doof-Situationen ein, dann gibt es bei mir ein Gegenmittel, das so gut wie immer hilft: an Italien denken! Hach! Dann schweifen meine Gedanken in die Toskana (ich laufe im weißen Sommerkleid mit sechs Kilos weniger auf den Rippen eine Zypressenallee entlang), ich stelle mir vor, wie der Mann und ich in einem Cabrio an der Amalfi-Küste entlang fahren (ich natürlich mit Pünktchen-Tuch um den Kopf, eine Haarsträhne umschmeichelt näckisch mein Gesicht, der Mann mit Drei-Tage-Bart und braun gebrannten Unterarmen neben mir), ich denke an mein Vorhaben, mir die Mandelblüte in Sizilien anzusehen, sehe mich in Südtirol auf dem Berg, erinnere mich an die wundervollen Städtchen in Cinque Terre, träume mich ans Meer in Sardinien, sitze mit dem Mann in einem Cafe in Rom und so weiter und so fort. Man muss nur wissen, wie man sich selber am besten bescheißt und mit diesen Italien-Gedanken funktioniert das bei mir so gut wie immer hervorragend (man bedenke, ich denke nicht an Essen!).

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Deshalb war es für mich total klar, dass etwas Italienisches in den Backofen geschoben werden musste, als Clara vom Blog tastesheriff zu ihrer diesmonatigen #ichbacksmir Runde aufrief. Das Motto lautet nämlich „Fernweh“ und somit fiel meine Wahl auf die Sommervariante der Torta di Mandorle, die ich ja bereits HIER in der schweren schokoladigen Form veröffentlicht habe (übrigens finde ich es so cool, dass die Italiener auch total einfache Rührkuchen „Torta“ nennen, obwohl…. ich stelle mir gerade vor, wir haben Gäste, ich sage „Leute, entschuldigt mich kurz, ich hole schnell die Torta aus der Küche.“ und komme dann mit einem Kastenkuchen rein… ).
Tja, und da wir ja „Sommer“ haben, bzw. zwei Tage hatten, kommt jetzt eine Torta mit Mandeln, fluffigem Ricotta und erfrischender Zitrone auf den Tisch. Ganz in dem Sinne, „wenn der Sommer schon nicht bleibt, dann tue ich halt einfach in punkto Essen so, als wäre er da“ (man bedenke, vor einer Woche hatte ich noch geschrieben „wenn der Sommer nicht kommt“, es geht also bergauf).

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Was gibt es sonst noch zu berichten? Nicht viel, denn wie gesagt geht es gerade auf der Arbeit hoch her. Um irgendwie ein Gefühl dafür zu bekommen, was vor einem Monat war, habe ich auf meinem Riesen-Yoghurette-Beitrag von letztem Monat vorbei geschaut und gesehen, dass ich da ja über meine neueste Sammlerleidenschaft (= mein Fitnessarmband Fitbit Alta) berichtet hatte. Aufgrund des tollen Feedbacks meiner Leser, dachte ich mir, könnte ich Euch ein kurzes Update geben:

Ich bin nach wie vor begeistert und mittlerweile sind endlich auch die Wechselarmbänder angekommen. Das blassrosa Band passt dank der fehlenden Sonne wirklich perfekt zu meinem Hautton und wie das Gliederarmband am Handgelenk aussieht, kann ich leider noch nicht sagen, da der Mann und ich es beim besten Willen nicht schaffen, das Band zu kürzen… nächste Woche muss ich da mal externe Hilfe einholen, denn ich glaube, dass das richtig schick aussehen wird.

Das Band ist schon fast wie eine Freundin, denn es kommuniziert mit mir. Wenn ich beispielsweise eine Stunde am Schreibtisch saß und mich superwenig bewegt habe (= weniger als 250 Schritte), vibriert es 10 Minuten vor der nächsten Stunde an meinem Arm und wenn ich auf Band tippe erscheint dann so etwas wie „Nur noch xy Schritte bis zu Deinem Stundenziel“. Gehe ich dann zur Küche und hole mir einen Kaffee, vibriert es wieder und es beglückwünscht mich dafür, dass ich meinen Hintern hochbekommen habe. Apropos beglückwünscht. Letztens räume ich die Schmutzwäsche in die Waschmaschine und plötzlich vibriert es an meinem Handgelenk und da steht „Glückwunsch“ auf dem Handband – ist das nicht toll? Zwei Sekunden vorher war ich noch genervt und dann denke ich „Geil, ich habe die Schmutzwäsche in die Waschmaschine gefüllt!“

Kuchen mit Mandeln, Ricotta & Zitronen I Almond, Ricotta & Lemon Cake I haseimglueck.de

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Last but not least, lerne ich gerade München von einer neuen Seite kennen. Da ich momentan nicht Sport machen kann, versuche ich wenigstens nach der Arbeit ein wenig zu gehen. Ich starte also beim Büro, laufe Richtung Münchner Süden und schaue, an welcher U-Bahn Station ich keine Lust mehr habe. Ob Ihr es glaubt oder nicht, das ist echt super interessant und auch lustig. Letztens laufe ich über die Theresienwiese und sehe einen Typen auf dem Boden. Ich war echt kurz davor, hinzurennen und ihn zu fragen, ob ihm was fehlt, als ich sah, dass der da Liegestützen gemacht hat. So ganz freiwillig! Auf dem Asphalt! Da muss man ja auch erstmal drauf kommen! Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie froh ich war, dass ich nicht hingelaufen bin… das wäre ja mal peinlich gewesen…

So, jetzt will ich Euch aber nicht weiter zutexten. Stattdessen bekommt Ihr von mir das Rezept für diesen Kuchen, der wirklich absolut lecker ist und der einem ein Stückchen Italien auf den Tisch bringt. Und ich schicke ein großes Stück an Clara, die auf gepackten Taschen in Hamburg sitzt und darauf wartet, dass ihr Baby endlich Lust hat, zu kommen. Clara, ich denke feste an Dich!!!
Ach ja, die Rezepte der anderen #ichbacksmir-Teilnehmer findet Ihr übrigens HIER.
(Rezept gefunden bei My Little Italian Kitchen und ein bisschen verändert)

P.S. Ich habe die Hälfte des Zuckers durch Kokosblütenzucker ersetzt – deshalb ist er so bräunlich.

Italienischer Mandel Ricotta Zitronen Kuchen
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Zutaten
Kastenform
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.
  2. Die Butter in einem Topf schmelzen und abkühlen lassen. Die Zitronen heiß waschen, die Schale abreiben und die Zitronen auspressen. Die Vanilleschote auskratzen.
  3. Die Eier trennen. Die Eigelb und den Zucker mit den Schneebesen des Rührgeräts ca. 5 Minuten schaumig schlagen. Geschmolzene Butter, gemahlenen Mandeln, Ricotta, Zitronenzesten und Vanillemark dazu geben und alles gut verrühren.
  4. In einer separaten Schüssel die Eiweiß mit dem Salz steif schlagen und den Eischnee unter die Mandelmasse heben.
  5. Die Kastenform ausbuttern, mit Mehl bestäuben und den Teig in die Form füllen. Die gehobelten Mandeln mit kurz in Wasser legen, auspressen und dann auf den Kuchen verteilen.
  6. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Wenn der Kuchen auf der Oberseite zu braun wird, mit Alufolie abdecken und zu Ende backen. Den Kuchen ca. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und mit langen Spießen in den Kuchen stechen. Den restlichen Zitronensaft über den Kuchen verteilen und in den Kuchen einziehen lassen.
www.haseimglueck.de

12 thoughts on “Italienischer Mandel Ricotta Zitronen Kuchen

  1. Liebste Sandra,
    diese Torta möchte ich bitte gleich heute Nachmittag auf die Kaffeetafel gebeamt bekommen, okeee? 😉 Klingt nämlich wirklich herrlich und so schön fluffig hihi Am liebsten wäre es mir natürlich, das Leckerchen mit dir in Bella Italia zu vernaschen. Dazu Wallawallakleider, wehende Haare und Sonne on top, haaach!
    Bis sich die Sonne hier wieder blicken lässt, kann ich mich aber wenigstens mit dir über deine Fitnessarmband-Erfolge freuen, klingt wirklich super deine persönliche Motvatorin 🙂
    Liebste Sonntagsgrüße in den Süden, Mia

      • 😀 Ahhh, DANKE Dir! Ich so zwischen den ganzen jungen Hüpfern 😉
        Ich glaube, ich habe 2,5 Jahre überlegt, ob ich es machen soll und bin jetzt total erleichert, dass ich es „durchgezogen“ habe 🙂
        Bussis

    • Huhu Mia,
      watt is hier los??? Ich habe gar keine Benachrichtigung bekommen, dass Du hier zu Besuch warst! Frechheit! Selbstverständlich hätte ich sonst gestern pronto das Pferd gesattelt und wäre durch Stürme, Regen und graue Wolkendecken zu Dir in den Norden galoppiert – natürlich mit einem Stückchen Kuchen in der Satteltasche 😉
      Wir beide in Wallawallakleidern mit nem Stück Kuchen in der Hand wäre der absolute Brüller – wäre es ok für Dich, wenn ich im Hintergrund Albano & Romina Power (warum nennt sich der Mann zuerst? Ist ja wieder toll…) laufen lassen würde? 😀 😀 😀
      Ich hoffe, Du hattest einen wundervollen Wochenstart und ich sende Dir nen festen Drücker,
      Sandra

  2. Liebe Sandra,

    wenn ich mir so die Fernweh-Rezepte anschaue, denke ich mir: Mist! Alle haben fernweh nach Süd-Europa, ich muss nach Skandinavien fahren 😀 Dein Kuchen ist auf jeden Fall auch eine Sünde wert, da bin ich mir sicher. Er sieht oberlecker aus!

    Alles Liebe,
    Doro

    • Hi Doro!
      ich glaube, dass der fehlende Sommer auf alle Fälle dazu beiträgt, dass sich die meissten nach Sonne, Meer & Strand sehnen. Boah, wenn ich mir meine weißen Beine ansehe, bekomme ich schon fast Angst 😀
      Vielen vielen Dank für Deinen Sonntagsbesuch,
      allerliebste Grüße sendet Dir,
      Sandra

  3. Hallo Sandra,
    Deine Bilder sind ja super 🙂 Sehr sommerlich und alles sieht so lecker aus, dass ich den Kuchen unbedingt nach backen muss 🙂
    Liebe Grüße,
    Steffi

    • Vielen vielen Dank liebe Steffi!
      So lange hier im Garten noch die Büsche blühen, werden die Zweige auf die Bilder drapiert.
      Da baue ich dann alles auf, schnappe mir eine Schere, laufe die drei Etagen in den Garten, alles wieder hoch und fertig. Ja, und dieser Kuchen hat es mir besonders einfach gemacht, weil er so hübsch anzusehen war (und lecker schmeckt 😉 .
      Allerliebste Grüße aus München sendet Dir,
      Sandra

  4. Also mit Pünktchentuch auf dem würde ich auch jederzeit im Cabrio durch Italien brausen. Aber nur so! 😉 Toller Post, ich wurde sehr gut unterhalten und der Kuchen sieht natürlich auch traumhaft aus!
    Liebe Grüße, Ina

    • Huhu Ina,
      danke Dir 😀 Seit meinem Post geht es mir nicht mehr aus dem Kopf, unbedingt in diesem Jahr noch an die Amalfi-Küste fahren zu wollen 😉 Das wärs!
      Ich sende Dir allerliebste Grüße,
      Sandra

  5. Ich bin völlig begeistert 🙂 Der Kuchen klingt so unglaublich köstlich. Da kommt ja zusammen was zusammen gehört 🙂 Ich habs direkt gepinnt und setzt auf meine Back-To-Do-Liste

    Liebe Grüße
    Malene von tellaboutit.de

    • Huhu Marlene,
      hach das freut mich sehr.
      So ein ehrlicher Nicht-Krümel-Kuchen ist und bleibt auch für mich ein Highlight. ich bin schon sehr gespannt, wie Du ihn finden wirst!
      Viele liebe Grüße sendet Dir,
      Sandra

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