Hase im Glück

Käsekuchen mit Mohn & Streuseln

Der KäKu MoStr fühlt sich vernachlässigt … oder
… irgendwie gilt es neue Prioritäten zu setzen //

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles
Wie versprochen gibt es heute endlich mal wieder ein Kuchenrezept. Die Veröffentlichung hat mich zugegebenermaßen ein wenig Überredungskunst gekostet, denn der Star des Rezeptes war etwas eingeschnappt. Kann ich auch irgendwie verstehen, immerhin lag er ein paar Monate lang unbeachtet auf meiner Festplatte (wie man unschwer an den Narzissenzwiebeln in der Deko erkennen kann) und hat vergebens auf seinen großen Auftritt gewartet. Ich bin also diese Woche mit einem schlechten Gewissen ins Archiv gelaufen und…

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Ich: „Käsekuchen mit Moh-hoooon und Streuuuuuuuseln (wird im Folgenden mit „KäKu MoStr“ abgekürzt)– wo bist Du??? Haaaallooooo!“
(Pause)
Ich: „Ach komm schon, sag doch was. Bittöööööö! Sei nicht eingeschnappt!“
(Pause)
Ich: „Okeeeeee… dann wirst Du halt niemals veröffentlicht.“
KäKu MoStr: „Was willste von mir?“
Ich: „Na Dich endlich veröffentlichen. Freust Du Dich nicht?“
KäKu MoStr: „Nach der ganzen Zeit? Geht’s noch? Aber ok, ich bin ja nicht so…“
Ich: „Juhuuuu! Ich wusste doch, dass Du Verständnis dafür zeigen wirst, dass ich in den vergangenen Monaten als Jung-Muddi im Stress war und Dich deshalb leider vernachlässigen musste.“
KäKu MoStr: „Laber jetzt nicht rum – veröffentliche mich endlich!“

Ja, so war das. Auch wenn KäKu MoStr ein bisschen hochnäsig und damit auf den ersten Blick nicht besonders sympathisch (= lecker) klingt, muss ich ihn in Schutz nehmen: ich habe ihn, wie auch den Blog, etwas vernachlässigt… Die Zeit mit dem Baby ist aber auch spannend und irgendwie haben sich die Prioritäten komplett verschoben.
Bevor der KäKu MoStr gleich richtig sauer wird, im Folgenden ein kurzer Abriss, wie es bei mir momentan aussieht:

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Man gehört plötzlich zu gehassten Randgruppen.
Von heute auf morgen gehört man als Muddi plötzlich zu Randgruppen, die nicht mit offenen Armen empfangen werden (nett ausgedrückt). Als Muddi mit Kinderwagen ist man eine der am meisten gehassten Gruppen auf dem Gehweg. Und als Muddi mit Kind (und Kinderwagen) ist man eine der am meisten gehassten Gruppen in Cafes. Ich kann Euch da Geschichten erzählen… Mache ich auch auf alle Fälle noch – in einem separaten Beitrag, versprochen!

Nicht jeder nimmt vom Stillen ab.
Ich kann es buchstäblich noch hören: „Wenn Du stillst, dann kannst Du essen was Du willst – Du nimmst ohne Ende ab!“ Tschakkaaaa, habe ich mir gedacht und wurde wie so viele andere Frauen eines Besseren belehrt. Denn es gibt sie zwar, die Frauen, denen man nach ein paar Wochen nicht ansieht, dass sie jemals schwanger waren, aberrrr… es gibt auch nicht gerade wenige, die wie verrückt stillen und bei denen sich NIX, NADA, NIENTE auf der Waage tut. Ich gehöre zur zweiten Gruppe und trage nach wie vor 9 (!!!) zusätzliche Kilos im Vergleich zu vor der Schwangerschaft mit mir rum. Und das, obwohl ich nicht hemmungslos Schokolade und Gummibärchen in mich rein stopfe… die Natur ist echt so fies, gemein und ungerecht!

Das Gute: da die Bikinifigur 2017 gelaufen ist und es bis zum Sommer 2018 noch etwas hin ist, genieße ich bei schönem Wetter die ein/ zwei Kugeln Eis, die ich mir gönne, umso mehr (und bei schlechtem Wetter ein Stückchen Kuchen).

Ich verbringe meinen Tag singend.
Ja, tue ich. Und das, obwohl ich gar nicht singen kann… Dazu auf alle Fälle demnächst mehr.

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Ich bin keine coole Muddi.
Wenn ich mich nicht auf dem Gehweg/ im Cafe anpöbeln lasse, bin ich bei diversen Baby-Bespaßungskursen, treffe meine Eltern/ andere Muddis oder bin beim Sport (Grund: siehe oben). Während der Mann am Samstag Vormittag auf die kleine Maus aufpasst, gebe ich sie am Mittwoch Vormittag in die Kinderbetreuung meines Fitnessstudios.
Wenn ich sie dort abgebe, verabschiede ich mich von der Maus (die mich binnen Sekunden nicht mehr beachtet, weil ihre volle Aufmerksamkeit dem Spielebogen gilt) als würde sie für ein Jahr als Au Pair nach Amerika gehen. Nach 60 Minuten stürme ich dann in die Kinderbetreuung (wo die Maus nach wie vor völlig begeistert unter dem Spielebogen liegt) reiße sie an mich und beknutsche sie, als wäre sie gerade nach einem Jahr Au Pair in Amerika am Flughafen gelandet… ich weiß, total uncool, aber ist nun mal so.

Ein Baby ist kein Kuchen.
Auch habe ich mich dank dem Baby ganz neu mit meiner Kamera auseinander gesetzt. Ein Baby ist halt kein Kuchen, der bewegungslos auf einem Teller liegt… Ja, das Thema Zeitautomatik sagt mir jetzt was und ich feile weiter dran, denn ich bin zu einer „Mamarazzi“ mutiert. Das hat mittlerweile solche Ausmaße angenommen, dass die kleine Maus mich anlacht, wenn ich mein Handy (mit dem ich sie auch ab und an zwischendrin ablichte) zum telefonieren in die Hand nehme. Upppssss….

Das mit der Entschleunigung wird so langsam.
Früher bin ich wie ein Duracell-Häschen durch meinen Alltag gesteuert, habe Glücksgefühle beim Abhaken meiner To Do Liste empfunden und mir sehnlichst einen 48 Stunden Tag gewünscht. Tja, das ist anders, denn irgendwie erreicht man mit Baby mehr, wenn man entschleunigt an die Dinge heran geht. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie schwer mir das fällt, aber ich arbeite wirklich hart daran.
Während ich früher schnell aus dem Haus gestürmt bin, bin ich mittlerweile froh, wenn ich irgendwie das Erdgeschoss erreiche (ich sag nur Kinderwagenwanne inklusive 7-Kilo-Kind PLUS der Wickeltasche (gefühlt auch 7 Kilo, weil man für alle Eventualitäten was dabei hat) PLUS Picknickdecke, Mückenschutz, Regenschutz, Sonnenschutz). Wenn man gehetzt ist, geht das gar nicht – hab ich schon ausprobiert…

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles

Hach Ihr seht, es gibt sehr viel zu berichten. Was Ihr aber nicht seht ist, dass der KäKu MoStr langsam stinkig wird… ich überlasse ihm jetzt lieber mal die Bühne, bevor er sich schmollend ins Archiv zurück zieht, denn das wäre echt schade, weil er super lecker schmeckt.

(Rezept gefunden bei kuechengoetter.de und leicht abgewandelt)

Käsekuchen mit Mohn & Streuseln
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Zutaten
Runde Springform
Käsekuchen mit Mohn und Streuseln I Cheesecake with Poppy Seed & Crumbles
Zubereitung
Mürbeteig
  1. Für den Mürbeteig das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Zucker, Salz und die Eigelb hinein geben.
  2. Butter in Flöckchen auf dem Rand verteilen. Alle Teigzutaten vom Rand aus zügig zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Min. kalt stellen.
Käsekuchen Füllung + Kuchen
  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.
  2. Die Eier trennen. Eiweiß und Zucker steif schlagen. Quark, Schmand, Eigelb, Speisestärke, Zitronenschale und -saft gut verrühren und den Eischnee behutsam unterheben.
  3. Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen, in die Form geben und dabei einen ca. 4 cm hohen Rand bilden.
  4. Zuerst die Mohnmasse, dann die Quarkmasse auf dem Teig verteilen.
  5. Die Zutaten für die Streusel zügig miteinander verkneten und auf dem Kuchen in Streuseln verteilen.
  6. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!). Falls er auf der Oberseite zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.
  7. Den Kuchen komplett abkühlen lassen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank auskühlen lassen.
www.haseimglueck.de

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