Hase im Glück

Käsekuchen mit Spekulatius Boden und Heidelbeeren

Das Käsekuchen-Trauma ist überwunden… oder
… ich feiere mit diesem Träumchen mein 50stes Blogrezept //

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Aaaalsoooo… normalerweise koche und backe ich ja ohne großen Plan. Es kommt meistens das auf den Tisch, was mich anlacht und worauf ich Lust habe. So geht es mir auch mit dem Blog. Klaro habe ich eine lange „das-will-ich-auch-mal-machen“-Liste, aber ich entscheide spontan, was als nächste dran sein soll und stresse mich nicht, was die Beiträge angeht (deshalb gibt es hier auch noch keine Plätzchen :-)). Ausnahmen bestätigen ja bekanntlicherweise die Regel und so gebe ich zu, dass ein wirklich großer Plan hinter dem Käsekuchen hier gesteckt hat. Denn… Käsekuchen waren (!!!) in der Vergangenheit (!!!) DIE Herausforderung schlechthin für mich und haben (!!!) mir das Leben schwer gemacht. Ihr seht, ich spreche in der Vergangenheit, juhuuu!

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Angefangen hat es vor über einem Jahr, als ich noch nicht im enferntesten daran gedacht habe, dass ich irgendwann mal einen Blog mein eigen nennen werde. Super motiviert und absolut naiv habe ich mich an einen Käsekuchen heran gewagt – und bin gescheitert. Er war lecker und ließ sich super löffeln, aber mit einem Kuchen hatte er nix gemeinsam. Letztes Jahr zu Weihnachten gab es dann (das war der zweite Versuch) einen löffelbaren Schoko-Vanille-Käsekuchen. Nachdem ich die Form von dem mit viel Liebe und Zuneigung zubereitetem Kuchen entfernt hatte, verteilte sich eine Frischkäse-Creme-Fraiche-Mischung über die gesamte Arbeitsplatte. Hätte ich vorgehabt einen „Zebra-Brei“ herzustellen, ich hätte es nicht schöner hinbekommen. Und so habe ich für den vierten Gang des Weihnachtsmenüs die Teller zurück in den Küchenschrank gestellt und „den Kuchen“ spontan in Schüsselchen angerichtet. Auf den Erdbeerkäsekuchen-Versuch von Mai gehe ich jetzt nicht weiter ein – den haben der Mann und ich dann direkt aus der Form gelöffelt. Aus lauter Frust hatte ich ihn trotzdem fotografiert und er sah scheußlich aus (der Kuchen, nicht der Mann). Ja, der Mann hat schon so einiges mit mir und meinen Käsekuchen mitgemacht… auf diesem Wege noch mal „sorry“…

Als mich dann Petra und Michael von dem Blog „Immer Wieder Sonntags“ im Oktober für den LIEBSTER Award nominiert hatten, habe ich ganz großspurig auf die Frage, was ich bis zum Jahresende noch unbedingt tun möchte, geantwortet, dass ich bis Ende 2014 ein Käsekuchen-Rezept veröffentlichen möchte. Mit Betonung auf Kuchen! Denn Käsekuchen gehören tatsächlich zu meinen Lieblingskuchen – quarkig, saftig, sättigend und am besten noch mit Früchten mag ich sie am liebsten.

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Tja, und so habe ich mich in den letzten Wochen durch die Google-Treffer für die Suchanfrage „todsichere Käsekuchen“ geklickt, war mehr als ein Mal versucht, mir in der Backabteilung ein Päckchen „Käsekuchenhilfe“ (dass es so etwas gibt, zeigt wenigstens, dass ich nicht die einzige mit dem Käsekuchen-Problem bin) zu kaufen und verspürte einen Anflug von Aufregung, als ich das Projekt wieder angegangen bin. Was soll ich sagen? Es hat geklappt! Und zwar bereits Anfang November! Ich war so stolz auf mich und auf den Kuchen, der wie eine Eins stehen geblieben ist! Da ich dem Guten eine gebührende Bühne bieten wollte, habe ich beschlossen, ihn als mein 50stes Blogrezept zu posten. In den vergangenen drei Wochen habe ich immer mal wieder still und heimlich die Fotos geöffnet und mich an dem Käsekuchen erfreut. Dass er super lecker war (fanden auch unsere Nachbarn und deren Arbeitskollegen!) und ganz ohne Käsekuchenhilfe zubereitet wurde, merke ich jetzt der Form halber noch an. So, da ich heute mein 50stes Rezept feiere, möchte ich mit euch meinen persönlichen Traum von einem Käsekuchen teilen.

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Wie der Zufall es will, hat Clara vom tastesherrif im Rahmen ihrer „Ich backs mir“-Aktion aufgerufen, seinen Lieblingskuchen zu posten (HIER gelangt ihr zum aktuellen Thema). Da steuere ich doch gerne mein neues liebstes Lieblingsküchlein 2014 zu bei, gratuliere Clara nachträglich zum Geburtstag und bin super gespannt, was die anderen für leckere Kuchen gezaubert haben!

ich backs mir

(Das Rezept habe ich bei alexandrasbuntebackwelt.blogspot.de gefunden und leicht abgewandelt)

Zutaten Käsekuchen mit Spekulatius Boden und Heidelbeeren (Springform mit 26 cm Durchmesser, ich habe zwei kleine Springformen verwendet)
Boden
400 g Spekulatius Kekse
75 g Butter
Quarkmasse
125 g Butter
500 g Magerquark
250 g Doppelrahmfrischkäse
150 g Zucker
2 Eier
2 Pck. Vanillepuddingpulver zum Kochen
1 Zitrone, Saft davon
200 ml Milch
1 Glas (370 ml) Heidelbeeren
1 EL Speisestärke
Frische Heidelbeeren zum garnieren

Zubereitung Käsekuchen mit Spekulatius Boden und Heidelbeeren
Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.
75 g Butter in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen und abkühlen lassen. Kekse klein brechen, in einen Gefrierbeutel geben und mit der Backrolle platt walzen. Die Keksbrösel in eine Schüssel geben, die geschmolzene Butter dazu schütten und verkneten.
Springform fetten, Bröselmasse als Boden in die Springform drücken und etwas am Rand hochziehen.
Für die Quarkmasse 125 g Butter schmelzen und abkühlen lassen. Quark, Frischkäse, Zucker, Eier und Puddingpulver glatt rühren, dann die Butter, den Zitronensaft und die Milch unterrühren. Quarkmasse in die Form gießen und im Ofen 75 Minuten backen.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen. Mindestens 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann erst herausnehmen und komplett  auskühlen lassen (am besten über Nacht)
1 EL Stärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren. Beeren mit Saft aufkochen. Angerührte Stärke einrühren und unter Rühren ca. 1 Minute köcheln. Abkühlen lassen. Kompott auf dem Kuchen verteilen und ca. 1 Stunde kalt stellen. Mit frischen Heidelbeeren garnieren.

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4 thoughts on “Käsekuchen mit Spekulatius Boden und Heidelbeeren

  1. Liebe Sandra! Respekt, dass du dich nochmal an den Käsekuchen herangewagt hast – ich finde es immer sooo frustrierend wenn etwas nicht gelingt… Aber dein Käsekuchen bestätigt: Probieren geht über studieren 😉 Der Kuchen ist ein echtes Prachtexemplar, davon würde ich mir gerne ein Stück herzaubern 😉
    Liebe Grüße!
    Franzi

    • Hi Franzi 🙂
      Danke für das Kompliment – ich glaube, ich hab mehr als 100 Fotos von dem Kuchen geschossen, weil ich so verliebt in ihn war. Spannend wird es beim nächsten Käsekuchen – da wird sich dann zeigen, ob der hier ein „Ausrutscher“ war oder der Knoten für immer geplatzt ist 🙂
      Ich sende dir ganz ganz liebe Grüße,
      Sandra

  2. Hmm, den möchte ich auch unbedingt mal probieren! Sieht der lecker aus!
    Ich hoffe, du hattest viele Besucher am Kommentiertag! Ich habe den ganzen Tag fleißig kommentiert und bin erst jetzt am Ende der Liste angekommen!
    Liebe Grüße aus Brandenburg
    Jana und Aimee von Jaimees Welt

    • Hallo Jana, hi Aimee,
      ich hab leider viel zu spät mitbekommen, dass der Kommentiertag gestern war und habe mich dann von 19 Uhr bis spät in die Nacht auf den Blogs rumgetummelt. was eine tolle Aktion! Süß, dass ihr als Mutter und Tochter bloggt – finde ich eine super Geschichte!
      Seid lieb gegrüßt,
      Sandra

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