Hase im Glück

Kalte Gurken Avocado Suppe mit Mango Salsa

Über einen etwas anderen Selbstversuch … oder
… Endschuldigung??? //

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Nein, ich schreibe jetzt nicht über das Wetter! Obwohl… Nein, ich tue es nicht! Dabei schmeckt diese kalte Suppe besonders gut, wenn draußen die Sonne scheint… Welche Sonne? Nein, Sandra, Themawechsel! Basta! It is what it is!

Um mich (und Euch) ein bisschen von der Wetterthematik abzulenken, habe ich einen kleinen Selbstversuch gestartet. Auslöser war die Situation, dass ich letzte Woche auf unsere Haustüre zuging und auf dem Gehsteig zwei Frauen standen, die sich unterhalten haben. Sie sahen mich kommen, bewegten sich keinen Zentimeter zur Seite und erst als ich „Entschuldigung (?)“ gesagt habe, ist eine der beiden (nicht besonders erfreut) auf die Seite gegangen. Und ich Doofie habe mich auch noch bedankt! Wofür eigentlich? Dafür, dass ich nicht auf die Straße ausweichen musste? Dass ich sie kurz bei ihrem Gespräch stören durfte? Dass sie ihren Hintern bewegt hat?

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Daheim habe ich mich echt über mich selbst geärgert. Klaro, ich bin ein freundlicher Mensch und würde nie und nimmer eine der Damen vom Gehsteig rempeln (obwohl ich zugeben muss, dass ich ganz kurz, so ungefähr eine Millisekunde, daran gedacht habe …). Nein, ich bin ein gut erzogenes Mädchen, das brav „Bitte“- „Danke“ sagt. Also habe ich mir vorgenommen einen Tag zu beobachten, wie oft ich ungerechtfertigter Weise „Entschuldigung / Bitte“ bzw. „Danke“ sage und war echt schockiert… Aber am besten chronologisch.

Morgens mache ich mich wie immer ferngesteuert fertig und verlasse das Haus. Nur 200 Meter auf dem besagten Gehsteig und da ist auch schon die nächstgelegene U-Bahnstation. Die ersten 150 Meter sind easy, aber dann muss ich über einen Zebrastreifen. Das erste „Danke“ des Tages richtet sich an ein Auto, das tatsächlich stehen bleibt und mich über den Zebrastreifen gehen lässt.

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Ich gehe runter zur U-Bahn, wo wie jeden Morgen das Motto „der Stärkere gewinnt“ herrscht. Heute bin ich recht früh dran und sehe tatsächlich in der U-Bahn einen freien Platz. Nicht ganz frei, denn die Frau neben dem vermeintlich freien Platz hat ihre Handtasche auf den Sitz abgestellt. Ich gehe hin, schaue die Frau an und sage, auf die Tasche deutend, „Entschuldigung (?)“, die Frau nimmt mies gelaunt die Tasche weg, ich setze mich und sag brav „Danke“.

Ein paar Stationen später steige ich aus und quetsche mich „Entschuldigung (?)“-„Danke“ sagend an den Leuten vorbei, die nebeneinander auf der Rolltreppe stehen, denn ich will meinen Bus nicht verpassen.

An der Bushaltestelle steht schon eine Traube Menschen, der Bus kommt, die Leute steigen ein – und bleiben schön vorne an der Türe stehen. Wir Übrigen, noch auf der Straße Stehenden, haben ein Problem. „Entschuldigung (?)“-„Danke“ sagend quetsche ich mich durch. Mittlerweile bereue ich mein Experiment. Es ist erst kurz vor acht und ich habe mich bereits mindestens 10-mal bei völlig fremden, unsozialen Menschen bedankt. Das macht mich in dem Moment so sauer, dass ich am liebsten nach vorne zum Busfahrer laufen würde und durch das Mikrophon „Hey Leute, kurze Info: ab heute bin ich nicht mehr nett. Also zieht euch warm an!“ brüllen würde. Mache ich natürlich nicht, weil ich ja nett bin, aber Lust hätte ich ja schon.

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Als ich dann die Firma betrete, beende ich mein Experiment. Da sitzt nämlich der gute Herr Jung am Empfang, sieht mich kommen, weiß, dass ich jetzt mindestens 5 Minuten in meiner Handtasche nach meinem Ausweis kramen würde und macht mir das Drehkreuz mit meinem herzlichen und absolut ehrlich gemeinten „Guten Morgen“ auf. Ich bin wieder versöhnt.

Ach ja, und auf dem Heimweg beobachte ich, ob sich jemand bei mir bedankt. Tatsächlich habe ich nicht gesehen, dass die Frau, die in der U-Bahn hinter mir stand, aussteigen will und springe, nachdem ich von hinten ein entnervtes „Entschuldigung (?)“ höre, wie von der Tarantel gestochen auf die Seite. Bedankt hat sich die Gute aber nicht…

Um den Schwung zu der Suppe hinzubekommen: genauso fassungslos wie über das assoziale Verhalten einiger Mitbürger bin ich über das Wetter (uuuppsss… doch noch erwähnt). Egal, dann wird halt bei leicht regnerischen-grauem Wetter eine 2.0-Version der kalten Gurken Suppe (die 2014-Version findet Ihr HIER) gegessen. Diesmal mit Avocado statt Joghurt und statt mit Lachs mit einer Mango-Tomaten-Salsa, lecker. Ach ja, „Entschuldigung“ dass ich Euch heute mit meinem kleinen Selbstversuch zugetextet habe und „Danke“ fürs Zuhören 😉 .
(Rezept gefunden unter food52 und leicht abgewandelt).

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Zutaten Kalte Gurken Avocado-Suppe mit Mango-Salsa (4 Portionen)
600 g Gurken (2 große oder ca. 8 kleine)
1 Hass Avocado
4 Frühlingszwiebeln
1 Zitrone
1 Mango
5 Kirschtomaten
5 Stiele Koriander
1 Tl Olivenöl
Salz & Pfeffer

Zubereitung Kalte Gurken Avocado-Suppe mit Mango-Salsa
Die Gurken waschen und grob schneiden. Die Zitrone auspressen. Die äußere Haut der Frühlingszwiebeln entfernen und die Frühlingszwiebeln in schmale Ringe schneiden.
Gurken- und Avocadostücke gemeinsam mit der Hälfte der Frühlingszwiebeln und 2 TL Zitrone in einen Standmixer geben. 2 Minuten mixen, wer es möchte, mit etwas Wasser strecken, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt stellen.
Tomaten waschen und klein würfeln. Die Avocado schälen, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch grob würfeln. Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Tomaten- und Mangowürfel, Koriander, 1 TL Zitronensaft und 1 TL Olivenöl mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wenn die Suppe kalt ist, mit der Mango Salsa servieren.

11 thoughts on “Kalte Gurken Avocado Suppe mit Mango Salsa

  1. Ich liebe kalte Suppen. In allen Variationen.
    Dein Experiment ist spannend und ich beobachte auch immer mehr unfreundliche Leute, die meinen sie seien die Einzigen auf der Welt. Was könnte ich mich jeweils aufregen. Nebst deinen Erfahrungen nerven mich auch die, die am Ende einer Rolltreppe einfach stehen bleiben, so dass man über sie drüber stolpert und sich entschuldigen muss. Auch dann wird man noch böse angeschaut, dabei sind die doch selber schuld. Ach ja, und das Wetter resp. der nur so kurz aufgetauchte Sommer. Aber reden wir nicht darüber….
    Alles Liebe und gute Nerven,
    Corinne

    • Hallo Corinne,
      da geht es mir so wie dir – wenn du also Rezepte für kalte Suppen hast, immer gerne her damit! Deine Wassermelonen Gazpacho hört sich schon mal traumhaft an!!!
      Erst hab ich mir bei meinem Experiment ja noch gedacht, ob die alle so unfreundlich sind, weil sie Morgenmuffel sind, aber eigentlich ist es egal welche Uhrzeit man hat, es gibt viel zu viele unfreundliche Menschen. Und das mit der Rolltreppe… jaaaaa, kenne ich!!! Besonders toll, wenn ich Pumps trage und eh versuche im Gleichgewicht zu bleiben 🙂
      Es grüßt dich ganz lieb!!!
      Sandra

  2. Oh Sandra,
    ich bin auch ein absoluter „Entschuldigung“ „Danke“ Typ. Mein Freund sagt immer, dass ich viel zu nett bin. Leute rempeln mich an und ICH sage aus Reflex „Entschuldigung“. Und dann bekommt man auch noch den bösen Blick. Pöh!
    Dafür sieht dein Süppchen so herrlich aus, dass ich es gerne gleich heute Mittag löffeln würde. Hier schaut heute sogar eeendlich mal wieder ab und an die Sonne durch die Wolken. Vielleicht geht es ja bergauf? 😉
    Ich drück dich von Heerzen meine Liebe :* Mia

    • Hi Mia,
      mein Mann sagt auch, dass ich viel zu nett sei… aber irgendwie will ich mir nicht alles von meiner Naivität nehmen lassen, weil ich sonst gar nicht mehr ans Gute im Menschen glaube. So ein paar Schmetterlinge und Regenbögen und pinke Ponys braucht es doch im Leben – die Leute mit dem bösen Blick haben die bestimmt nicht ;-).
      Ich starre heute auch schon gebannt auf den Himmel – fühlt sich so an, als würden wir jetzt vom gestrigen Level-März (grau, nass) in den heutigen Level-April (ab und an blauer Himmel, etwas Sonne) übergehen… Heißt übermorgen wären wir dann im Level-Juni endlich angelangt.
      Ganz liebste Grüße von Herzen zurüüühüück,
      Sandra

  3. Da fragt man sich manchmal, was für ne Erziehung die Leute so genossen haben. Gerade bei Menschen aus vermeintlich „guten Hause“ sind oft die unhöflichsten schlechthin. Da kann ich manchmal so richtig pampig werden, wenn ich irgendjemand die Tür aufhalte und kein Lächeln oder sonst etwas bekomme. Da ruf ich auch mal gern „Danke, heißt es übrigens hinterher“.
    Ich finde kalte Suppen eh super, auch wenn der Sommer sich nicht wirklich blicken lässt. Avocado, Gurke, Koriander – einfach herrlich! Und Mango Salsa klingt ebenfalls himmlisch!
    Lass dich nicht ärgern 😀
    Ganz, ganz liebe Grüße!
    Kimi

    • Hi Kimi,
      da sagst Du was! Zwischen dem Studiumende und dem ersten Job habe ich für ein High-End-Catering-Unternehmen gekellnert und Du glaubst nicht, was ich auf den Schicki-Micki-Events alles erlebt habe. Da wurde gerempelt und gerafft was ging, unglaublich.
      Letztens hat sich eine Frau an der Kasse vorgedrängelt und ich habe sie darauf hingewiesen, dass sie sich hinter mich stellen soll. Sie meinte „Aber ich habe nur ein Teil im Gegensatz zu Ihnen“ – Darauf ich: „Hätten Sie sich nicht vorgedrängelt, sondern gefragt, hätte ich sie vorgelassen. Bitte stellen Sie sich jetzt hinter mir an.“ – Da war ich richtig stolz auf mich 🙂 🙂 🙂 .
      Die liebsten Grüße sendet Dir,
      Sandra

  4. Also ganz ehrlich … waren die doofen Frauen weit weg von irgendeinem Fenster oder Balkon von Dir entfernt??? Da gibt es doch so etwas Tolles wie Wasserbomben. Die Kids schmeißen sie bei uns ständig vom Balkon runter :))))))))))))) nicht dass wir jetzt irgendwelche Assis wären … es macht schlicht und einfach Spaß :)))))))) … okaaaaay, wir bewerfen damit jetzt keine Leute … aber eine Überlegung wäre es doch wert! Ist dann fast wie Aqua-Fitness 😀 😀 😀
    Liebste Grüße
    Mariola

    • Hi Mariola,
      ich werde das mal an Sina und ihre Mädels-Gang aus der Wohnung über uns weiter geben 😉 Oder unseren dreijährigen Nachbarssohn hinschicken – er fährt grade gerne Menschen mit seinem Bobycar über die Füße :-). Danke für den Tipp mit den Kindern!
      Das mit den Wasserbomben haben wir auch früher gemacht und ich fand es sooooo toll! Ich sehe schon, wie Du mitmachst … hach, auf so eine Wasserbomben-Aktion hätte ich auch mal wieder Lust!
      Ich drücke Dich feste! Liebe Grüße,
      Sandra

  5. Hahahaha, Sandra, ich kann nicht mehr! Was ein grandioser Selbstversuch!! Großartig. Und wie Du beruhigt an all den Kommentaren feststellen kannst, geht es doch vielen so. Das ist aber auch so ärgerlich!! Ich bin nicht immer nett, aber oft genug. Gerade eben zu Leuten, die man nicht kennt (häää?!!), nee also in Alltagssitustionen eben wie Du sie beschreibst. So ist man halt erzogen worden. Und man muss ja auch sagen: Mit einem Bitte oder Danke kommt man doch auch viel weiter im Leben, oder? Also ich finde ja. Von daher lohnt es sich. Und die Leute, die das nicht kennen, sind eben arm dran.
    Mein Highlight war mal vor Urzeiten in einem neu eröffneten Club. Da frage ich ein Mädel: „Entschuldigung, könntest du mir bitte sagen, wo hier die Toilette ist?“ Sie:“ Frag doch den Kellner!!!“
    Ahhhja, weißte Bescheid!! Man darf sich nicht ärgern, oder wie in dem Fall den Ärger eben runterspülen, hahaha!
    Meine Liebe, hab BITTE einen schönen Abend! Und DANKE für diesen großartigen Beitrag, made my day!! Und deine kalte Suppe ist ein Träumchen!!
    Ganz ganz liebe Grüße zu Dir
    Katja

    • Boah Katja,
      ich bin ja grade etwas unorganisiert und dein lieber Kommentar ist hier durchgeflutscht…
      Ich hoffe, dass die Erinnerung an den Selbstversuch hier langsam verblasst – kennst du auch das Ding mit der selektiven Wahrnehmung? Seit meiner Recherche sehe ich nur noch unfreundliche Menschen… Aber ich mache das wie du: einfach selber nett sein und außer einem ungläubigen Blick (nach dem Motto „Meint die das ernst?“) bekommt man dann noch ab und an ein „Danke“ zurück 😉
      Die Geschichte mit dem Club ist ja der Oberhammer! Da hofft man doch direkt mal ganz gehässig, dass nach dem Klogang der Frau ein langes Stück Klopapier aus ihrer Hose hinten rausschaut und sie sich fragt, warum sie nicht im Club angemacht wird 🙂
      DANKE für deine Worte und BITTE hab ein wundervolles Wochenende!
      Liebste Grüße,
      Sandra

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