Hase im Glück

Kürbis Falafel mit Tahihi und Avocado Dip

Ein Bund ist nicht gleich ein Bund… oder
… eine Sonntags-Impression //

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Unser Samstag war ein Shopping-Samstag. Aaaanstrengend! Irgendwie sind wir in der Früh nicht so ganz flott in die Gänge gekommen und so haben wir dann dieses Mal gefühlt mit halb München unsere Einkaufswägen durch Super- und Gemüsemärkte bugsiert. Ich sag mal so: ich war froh, als ich alles auf der Einkaufsliste alles abgehakt hatte und wir wieder daheim waren.

So anstrengend das Einkaufen auch sein mag, wenn dann daheim unsere Gemüse- und Obstablage gut gefüllt ist und Farbe in die Küche bringt, bin ich immer ganz glücklich. Bei uns gehört es wöchentlich dazu, neben den „Grundeinkäufen“ auch zum türkischen Obst- und Gemüsehändler zu fahren. Denn eine Woche geht schnell vorbei und da bekommen wir für die nächsten sieben Tage unsere Oliven (die 670 gr Dose – abgetropft!), Kichererbsen und auch Kräuter. Apropos Kräuter: wenn ich Rezepte nachkoche, muss ich dann immer umrechnen. Denn so ist zum Beispiel ein Bund Petersilie vom Türken (= eine halbe Tüte) ist nicht das gleiche wie ein Bund Petersilie vom Supermarkt um die Ecke (= ein paar Stängelchen). In meinem für Sonntag geplanten Rezept gibt es sehr viele Kräuter und die schleppten wir dann tütenweise nach Hause.

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Am Sonntag selber war ein herrliches Herbstwetter in München, aber ich hatte ganz feste einen Kochtag eingeplant. Also wurden die Fenster aufgerissen und die Sonne in die Küche gelassen. Ja, ich war nicht draußen, ich gebe es zu und halte somit in aller Öffentlichkeit dem sozialen Druck stand („Wie, du warst bei dem schönen Wetter nicht draußen? Das war vielleicht das letzte sonnige Wochenende für dieses Jahr!“). Aber auf meiner Liste standen gleich zwei Dinge, die ich unbedingt machen wollte. Nämlich eine Hühnerbrühe (Rezept folgt) und dann diese überaus leckeren Kürbis Falafeln. Wir sind absolute Falafel-Fans und mittlerweile bezüglich Take-Away-Falafeln schon so erfahren, dass wir ab dem ersten Biss sagen können, ob sie eine gute oder schlechte Qualität haben. Die Kombination mit einem herbstlichen Kürbis hat mich neugierig gemacht und so habe ich mein Vorhaben, mit Kürbis auch mal was Süßes zu backen, auf später verschoben.

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Zurück zum Sonntag: Der Mann war zum Weißwurst-Frühstück verabredet und ich konnte ohne schlechtes Gewissen mein Koch- Chaos in der Küche anrichten – ich war im Glück. Nach dem Kampf mit dem Suppenhuhn waren die Falafeln ein Klacks und wurden feste als Abendessen eingeplant. Tja, aber da hab ich die Rechnung ohne den Mann gemacht. Er kam nämlich vom frühstücken, als ich gerade mit dem Fotografieren fertig war. Er: „Was ist das?“ – Ich: „Kürbis-Falafeln.“ – Er: „Darf ich mal eine probieren?“ – Ich: „Klaro“. Ich sag mal so: die Dinger wurden vom Mann (mehr als) abgenickt. Denn nach einem ausgedehnten Weißwurst-Frühstück, aß er quasi als Dessert unser Abendessen (fast komplett, es blieben 5 Stück übrig). Grandios! Ich fand es super, weil das Rezept damit seine Prüfung bestanden hatte und der Mann fand es super, weil er eine neue Lieblings-Falafel-Sorte hat. Zum Abendessen gab es dann was Kaltes: Brot mit dem Rest der Dips.

Übrigens: wir brauchen nicht unbedingt Fladenbrot zu Falafeln. Es reichen schon Salatblätter, in die die Falafeln gelegt werden. Dip, ein Spritzer Zitrone und etwas Granatapfelessig (bekommt man auch bei jedem türkischen Supermarkt) drauf und fertig.
(Inspiration Kürbis Falafel von www.fotoefornelli.com; Inspiration Dips von www.falafel-rezept.de; leicht abgewandelt)

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Zutaten Kürbis Falafel mit Tahihi Sauce und Avodado Dip (4 Portionen)
Zutaten Kürbis Falafel (ca. 16 Stück)
500 g Hokaido Kürbis
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer
1 Dose (400 g) Kichererbsen, abgetropft
2 Knoblauchzehen, grob gehackt
1/2 TL Backpulver
1 kleiner Bund Petersilie
1 kleiner Bund Koriander
1 TL gemahlener Koriander
1 TL gemahlener Kreuzkümmel

Zutaten Tahini Sauce
100 g Sesampaste (Tahini)
200 g Joghurt (3,5% Fett)
1 Knoblauchzehe
1 Zitrone
3 EL Petersilie
1 MS getrocknete Chili, klein gehackt
1 MS mildes Paprikapulver
1 Prise gemahlener Kreuzkümmel

Zutatenliste für den Avocado-Dip:
2 reife Avocado
1 Zwiebel
1 Zitrone
2 EL Saure Sahne
1/2 Bund Koriander
1 MS getrocknete Chili, klein gehackt
1 Knoblauchzehe
1 Tomate
Salz, Pfeffer

Zubereitung Kürbis Falafel
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis waschen, entkernen und in große Stücke schneiden. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen, mit 1 EL Olivenöl einpinseln und salzen und pfeffern. Ca. 35 Minuten im Backofen garen, bis die Kürbisstücke sehr weich sind. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Petersilie und Koriander waschen, trocken schütteln und grob hacken.
Die Kichererbsen mit Knoblauch, der ausgepressten Zitrone, Backpulver, Kräutern und Gewürzen im Mixer zu einer groben Paste verrühren. Gut salzen und pfeffern. Den Kürbis mit der Gabel zerdrücken und mit der Kichererbsenmischung vermengen. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Ein Blech mit Backpapier auslegen, mit zwei Esslöffeln die Falafel abstechen und formen. Auf dem Blech verteilen und mit dem restlichen Olivenöl beträufeln. Die Falafel 15-20 Minuten bei 200°C goldbraun backen.

Zubereitung Tahini Sauce
Sesampaste mit Joghurt vermengen. Den Knoblauch fein würfeln, kurz in einer Pfanne in heißem Öl dünsten und zu der Masse hinzugeben. Die Zitrone auspressen und den Saft zur Masse hinzufügen. Petersilie waschen, trocken schütteln, fein hacken und gemeinsam mit dem Kreuzkümmel und dem Paprikapulver in die Masse geben. Mit Salz und Chili abschmecken.

Zubereitung des Avocado-Dip:
Die Avocados schälen, in zwei Hälften schneiden, entkernen und anschließend das Fruchtfleisch klein stampfen. Die Zwiebel fein würfeln, den Koriander waschen, trocken schütteln und die Blättchen fein hacken. Die Zitone auspressen und den Saft mit der klein gewürfelten Tomate, den Zwiebelwürfeln, dem Koriander und der Sauren Sahne vermengen. Den Knoblauch schälen, fein würfeln und mit der Chili zu der Masse hinzugeben. Mit dem Stabmixer zu einer Creme verarbeiten. Mit Salz abschmecken.

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