Hase im Glück

Winterrollen mit Rosenkohl & Avocado

Was mein Blog mit gedanklichen Dialogen zu tun hat … oder
… Avo Cado, willst Du meine Freundin werden? //

Winterrollen mit Rosenkohl & Avocado I Winter Rolls with Sprouts & Avocado I haseimglueck.de
Vergangene Woche Freitag habe ich sehr viel Zeit in Zügen verbracht. In der Früh ging es von München nach Bonn und am späten Nachmittag gleich wieder zurück nach München. Während ich in diversen Bahnwaggons saß und aus dem Fenster sah (ich würde sagen, 70% der Zeit war es draußen dunkel), habe ich vor mich hinsinniert, wie ich diesen Beitrag beginnen könnte.

Ihr müsst wissen, dass ich mich in den seltensten Fällen bei einer Beitragserstellung sofort nach dem Shooting an den PC setze und zu tippen anfange. Nein, ich mache es so, dass ich meine Beiträge in meinem Kopf „vor schreibe“. Nicht Wort für Wort, sondern ich suche vielmehr erst nach einem Aufhänger, dann habe ich das festen Vorhaben, einen roten Faden einzuhalten (was ich in den seltesten Fällen schaffe …) und am Ende überlege ich mir ein-zwei Ideen um die Geschichte zu schmücken.
Im Grunde entsteht das Ganze dann in Form eines Dialogs, den ich mit mir selber in meinem Kopf führe (startet oft schon während des Kochens) und der dann „nur“ noch runtergetippt und redigiert wird.

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Diese Vorgehensweise ist übrigens der Grund dafür, warum ich manchmal total verpeilt (sagen andere; ich würde eher sagen „süß verträumt“) durch die Gegend laufe. Sandra plus entrückter Blick plus leicht stolpernd, weil nicht richtig auf den Boden schauend, plus ab und an vor sich hinlachend (ist doch immer herrlich, wenn man über seine eigenen Geschichten lachen kann) ist gleich Sandra bei der gedanklichen  Beitragserstellung. In diesen Phasen kann es durchaus mal passieren, dass ich einfach an Bekannten vorbei laufe ohne „hallo“ zu sagen, oder dass ich meine Lieblingsstrickjacke im Bus liegen lasse… (es war sooooo ärgerlich!).

Wo war ich? Ach ja, im Zug. So viel zum roten Faden… Ich sah also in die Landschaft und wusste, dass es hier und heute um die Avocado gehen sollte, überlegte hin, überlegte her, aber die zündende Idee für einen Aufhänger fehlte. Und ganz plötzlich war sie da, die Erkenntnis: Wenn eine Avocado eine Person wäre, dann würde ich gerne mit ihr befreundet sein!!!

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Ich stelle mir eine Avocado als eine super interessante Frau vor. Nicht eine von den Modelfrauen, sondern ein Typ, eine mit dem ganz gewissen Etwas (oder welche Frucht (nicht Frau!) hat sonst noch so einen großen inneren Kern). Apropos Kern: die Avocado ist tough und man weiß erstmal nicht genau, was man über sie denken soll (Anspielung auf ihre robuste Schale). Kennt man sie aber besser, liebt man sie für das, was sich unter der Oberfläche befindet: eine weiche Person, deren Empathie alles übertifft, was man sich von einer Freundin wünscht (wie ich es liebe, das grüne Fruchtfleisch von der Schale zu kratzen!).

Frau Avocado ist eine hammermäßig vielseitig interessierte Frau (hat man das Fruchtfleisch vor sich liegen, kann man mit ihm herrlich kochen und backen sowie es salzig und süß genießen) und bei allem, was sie macht, drängt sie sich niemals in den Vordergrund. Kurz: die Avocado ist das i-Tüpfelchen (auf Nachos, in Süßspeisen, im Salat, in Sommer- wie auch Winterrollen usw. usf.) und ein kleines Überraschungspaket, was ihre Tageslaune angeht (boah, wie ich es hasse, wenn sie innen braun ist).

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Ich könnte mich da gerade richtig rein steigern, sehe mich schon mit der Avocado kichernd in der Küche bei einem Gläschen Prosecco sitzen, stelle mir uns beide beim Shoppen vor und wie wir Rezepte miteinander austauschen. Hach!!!
Bevor ich jetzt weiter vor mich hinträume, gehen wir in medias res, was wir beiden (also die Avocado und ich) gemeinsam unternommen haben. Denn das Motto im Rahmen unserer aktuellen „1+1-Reihe“ (damit meine ich jetzt Kimi vom Blog bake-it und mich) lautet – tataaaaa, Überraschung – Avocado!!!
Ich muss zugeben, dass ich diesmal besonders gespannt war, was Kimi gezaubert hat, denn wie schon erwähnt, ist die Avocado ein Tausendsassa, was mögliche Rezepte angeht.

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Ja, und ich hatte es ein bisschen im Gefühl… Kimi hat tatsächlich etwas Süßes gezaubert, horrayyy! Genauer gesagt hat Kimi einen Avovado Schoko Trifle mit Mandel Krokant (HIER kommt Ihr zu dem Rezept) zubereitet, der wahnsinnig lecker aussieht, dessen Rezept absolut grandios klingt und der ganz laut danach schreit, von mir weggelöffelt werden zu wollen!!!

Bei mir wurde die Avocado in Reisblätter gewickelt. Normalerweise nennt man das Sommerrollen, aber da meine Füllung ein Potpourri an winterlichen Zutaten wie beispielsweise Grapefruit und Rosenkohl ist, die fein asiatisch abgeschmeckt wurden, heißen meine Röllchen Winterrollen. Und die Sauce (die auf den Bildern etwas an Schokopudding erinnert) ist der absolute Brüller zu den Rollen.

(Rezept gefunden bei Half Baked Harvest – einem absolut super Blog. Hier findet man soooo tolle Rezepte, klickt Euch selbst mal da durch)

P.S. Outtake-Gedanke 1: „Darf ich mich vorstellen. Cado. Avo Cado. Ich liebe es gerührt und nicht geschüttelt. Und jetzt ran an die Guacamole“
P.P.S. Outtake-Gedanke 2: bei diesem Gedanken ging es darum, dass die Avo alles andere als monogam ist. Morgens kuschelt sie mit Rührei auf Brot, Mittags mit Tomaten im Salat, Nachmittags knutscht sie mit Schokolade im Teig und Abends macht sie Nachos ganz wuschig…

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Zutaten
Rollen
Zubereitung
Grapefruit Hoisin Sauce
  1. Die Chilischote klein hacken. Die Grapefruit halbieren und von einer Hälfte die Schale fein abreiben. Beide Hälften auspressen.
  2. Die Hoisin Sauce mit dem Grapefruitsaft, der Erdnussbutter, der Thai Sauce, der Sojasauce, den Chilistücken und dem Grapefruitabrieb gut verrühren und in einem Topf aufkochen. Bei geringer Hitze ca. 5 bis 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce etwas reduziert ist. Abkühlen lassen.
Winterrollen
  1. Knoblauchzehen und Ingwer schälen und klein hacken. Die äußeren Blätter sowie den Strunk vom Rosenkohl entfernen und den Kohl klein hacken.
  2. Das Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und die Knoblauch- und Ingwerstücke darin ca. 1 Minute anbraten. Den klein gehackten Rosenkohl untermischen und ca. 5 Minuten scharf anbraten.
  3. Die Karotte schälen und in Stifte schneiden. Die Paprikaschote entkernen und in Stifte schneiden. Die Limette auspressen. Die Grapefruit heiß abwaschen und die Schale von einer Hälfte fein abreiben.
  4. Die Karotten- und Paprikastifte mit der Sojasauce, dem Limettensaft, dem Curry und Pfeffer zu dem Rosenkohl geben und weitere 2 Minuten braten. Dann den Grapefruit Abrieb untermischen. Alles abkühlen lassen.
  5. Die Frühlingszwiebeln waschen, die äußere Schicht abziehen und die Zwiebeln in feine Ringe schneiden. Den Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stielen zupfen und klein hacken. Die Reisnudeln gemäß Packungsanleitung kochen Die Avocados halbieren, den Kern und die Schale entfernen und das Avocadofleisch in Streifen schneiden.
  6. Je 2 Reispapierblätter ca. 1 Minute in lauwarmes Wasser legen und übereinander auf ein feuchtes Geschirrtuch legen. Etwas von jeder Zutat in die Mitte geben, die Seiten der Reispapierblätter einschlagen und das ganze dann eng zusammen rollen.
  7. Die Rollen auf ein leicht geöltes Backblech legen. Die Rollen formen und abkühlen lassen. Mit der Sauce servieren.
www.haseimglueck.de

5 thoughts on “Winterrollen mit Rosenkohl & Avocado

  1. Liebste Sandra,
    deine Bilder zaubern mir einfach ein Lächeln ins Gesicht. Da bekomme ich direkt Frühlingsgefühle… sooo schön <3
    Was mir noch bei deiner Analogie einfiel. Die Avocado ist auch ein bisschen eine Diva, was den richtig Verzehrzeitpunkt angeht: noch nicht, noch nicht, noch nicht, noch nicht, jetzt, zu spät -.-
    Da bekomme ich auch akut schlechte Laune….
    Aaaaalso ich bin ja kein großer Rosenkohl Fan, aaaaaaber zum einen sehen die Winterrollen so köstlich aus und zum anderen lesen sich die Zutaten einfach grandios, dass ich dem Rosenkohl doch noch mal ne Chance geben könnte 🙂
    Ich hoffe, du hast dein Wochenende gut überstanden und einen ruhigen Abend genossen! Drück dich und sende ganz liebe Avocado-Grüße!!!
    Kimi

    • Hallöchen Kimi,
      ja, die letzte Woche ist überstanden – I am back 😉
      Da siehste mal: mir ist das mit dem Frühling auch erst beim Betrachten meiner Bilder aufgefallen – das Unterbewusstsein schreit wohl ganz laut nach wärmeren Temperaturen und vor allem LICHT (obwohl ich die Schneelandschaft draußen gerade super schön finde – ist auf alle Fälle heller als bei Schmuddelwetter). Hihi, und das mit dem perfekten Avocado-Verzehrzeitpunkt kennen wir hier auch zur Genüge – da freuste dich, dass es ne Avocado ins Salädsche gibt und was ist? Sie ist braun innen, obwohl sie am Vortag noch knallhart war… Das war bei ganz vielen Avocados so, die ich extra für die Weihnachtstage gekauft hatte…
      Ich bin bei Rosenkohl auch gespalten, aber dadurch, dass er nur angebraten und nicht gekocht wird, riecht und schmeckt er nicht ganz so „pupsig“ ( 😀 ). Im Gegenteil: er ist knackig und mit der zitronigen Note super frisch. Hach, wenn ich bei Dir in der Nähe wohnen würde, würde ich Dir glatt die rechtlichen Reispapiere vorbei bringen und mit dir eine gemeinsame Roll-Aktion starten!!!!
      So, nun Ärmel hoch krempeln und rein in die neue Woche!
      Ich umarme Dich feste!!!
      Liebste Grüße sendet Dir,
      Sandra

  2. Liebe Sandra! Bin bei der Suche nach neuen inspirierenden Foodbloggs auf den deinen gestoßen. SuperFund. Deine winterrollen haben es mir sogleich angetan; dazu allerdings folgende Frage wenn du schreibst Reispapier ÜBEREINANDER legen meinst du dann damit doppelt oder überlappend? Dank dir schon im voraus für die Antwort Eva

    • Hallo Eva,
      ohhhhh, Deine Worte sind so lieb – DANKE Dir!
      Die Winterrollen kann ich Dir echt ans Herz legen, die waren wirklich super lecker.
      Statt einem Stück Reispapier habe ich zwei doppelt gelegt – damit läßt sich die Füllung besser aufrollen (ich hatte es am Anfang nur mit einem Papier probiert, aber es ist schnell gerissen) und man kann die Rollen zum Snacken auch besser in die Hand nehmen 😉
      Ich wünsche Dir ganz viel Spaß mit dem Rezept und grüße Dich lieb,
      Sandra

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