Hase im Glück

Asiatischer Flammkuchen mit Garnelen

Die Elsässer Spezialität „wasabisch“ interpretiert … oder
… gleich drei Stress-Vermeidungs-Maßnahmen auf einmal //

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Erinnert Ihr euch noch an meine Süßen Sushi? Für die Kokos-Milchreis-Röllchen hatte ich mich so richtig in die Deko rein gesteigert und einen riesen Spass dabei. Ich sag nur: Schokosauce in Sojasauce-Flasche, Litschis als Ingwer-Fake und eine Pistazien-Sauce als Wasabi-Imitat. Hierfür hatte ich extra im Asia-Laden Wasabi-Pulver in einem hübschen Alu-Töpfchen gekauft, das Pulver in einen Gefrierbeutel umgefüllt, das Töpfchen gut ausgespült und mit der Pistazienpaste gefüllt.

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Seit Monaten halte ich mindestens ein Mal pro Woche den Beutel mit dem Wasabi-Pulver in den Händen (liegt daran, dass ich ihn immer wieder auf meine Alltags-Gewürze lege. Fragt jetzt bitte nicht, warum, denn das weiß ich selber nicht). Was um alles in der Welt macht man mit Wasabi-Pulver? Irgendwie fehlte mir die zündende Idee – bis ich für das Monatsmotto der „Ich backs mir“-Aktion von Claras Blog tastesheriff, das im Mai „Flammkuchen“ lautet, nach Rezepten suchte.

Boah… Hammer, wie viele Flammkuchen-Rezepte es gibt! Ich fand gefühlte 10.000 Elsässer Flammkuchen Rezepte. Mindestens genauso beliebt scheinen Süße Flammkuchen zu sein. Und dann gab es da noch Italienische (Tomate, Mozzarella), Mexikanische (Hackfleisch, Bohnen), Spanische (Chorizo UND Schinken), Griechische (Feta, Peperoni) und und und Flammkuchen. „Hoppla“, dachte ich mir, „so ein Ländermotto-Flammkuchen wäre doch was! Und vielleicht DIE Chance, endlich mal den Wasabi ein wenig zu minimieren.“ Jupps, und so habe ich meinen Asia Flammkuchen gefunden.

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Weil es dann am Flammkuchen-Back-Tag mal wieder wie aus Eimern regnete, nahm ich mir vor, das ganze Flammkuchen-Projekt entspannt anzugehen. Stress-Vermeider 1: kein Hefeteig, sondern mein geliebter, idiotensicherer Flammkuchen-Teig. Was in dieser Variante super schmeckt, sind die gemahlenen Koriandersamen im Teig, echt klasse.
Stress-Vermeider 2: dunkle Fotos. Als die Flammkuchen aus dem Backofen kamen, schüttete es nämlich nicht nur, sondern es war auch noch stockdunkel draußen (das war so gegen 2 Uhr Nachmittags…). Ehrlich, ich will jetzt nicht schon wieder über das Wetter schimpfen, aber ich habe den ganzen Winter ohne Tageslicht-Lampen fotografiert und spiele tatsächlich Ende Mai mit dem Gedanken, mir welche zu kaufen… Deshalb wurden passend zum Wetter die dunklen Hinter- und Untergründe rausgesucht und später ganz entspannt auf einen Weißabgleich verzichtet.

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Stress-Vermeider 3: schnell die Fotos des ganzen Flammkuchens fertig stellen, dann das ganze in Stücke schneiden und ein (bis zwei… oder drei?) „abzwacken“ um zu testen, ob das gute Stück schmeckt. Und das tat es – asiatisch-wasabisch! Weil „wasabisch“ irgendwie wie „walisch (meine Lieblingsszene bei „Findet Nemo“) klingt, habe ich dem Mann später den Flammkuchen (oder besser gesagt, das was davon übrig blieb) auf walisch präsentiert (kann man schlecht schreiben – in etwa so: „Prooobiiiiamaaaa döööön Flaaaammkuuuuchööön“). Lange Rede, kurzer Sinn: monatelang lag mir das Wasabi-Pulver im Weg und jetzt bin ich soooo froh, dass noch was übrig ist. Die Creme Fraiche-Wasabi Creme auf dem Flammkuchenteig ist echt super lecker und die Dinger kommen demnächst wieder auf den Tisch. (Ach ja, und HIER findet Ihr übrigens ganz viele weitere Flammkuchen!)
(Rezept gefunden unter essen&trinken und leicht adaptiert).

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Zutaten Flammkuchen Asiatisch mit Garnelen (für 2 große Flammkuchen)
Marinierte Garnelen
1 getrocknete Chilischote
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
ca. 4 cm frischer Ingwer
4 El helle Sojasauce
4 El Reisessig
2 El Honig
1 El geröstetes Sesamöl
300 g TK-Riesengarnelen
Flammkuchen Teig
1,5 El Koriandersamen
250 g Dinkelmehl
2 El Sesamöl
125 ml lauwarmes Wasser
1/2  Tl Salz
Belag
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
150 g Crème legere
2 Tl Wasabipaste oder 2 El Wasabipulver
20 g Erdnüsse ungesalzen
1 Glas Sushi-Ingwer
1 Bund Koriander

Zubereitung Flammkuchen Asiatisch mit Garnelen (für 2 große Flammkuchen)
Marinierte Garnelen
Ingwer, Knoblauch und Schalotte schälen und klein würfeln. Chili klein hacken und alles in eine Tupperschüssel geben. Sojasauce mit 4 El Wasser, dem Reisessig, Honig und Sesamöl ebenfalls in die Schüssel geben und alles gut verrühren. Die aufgetauten Garnelen kalt abbrausen, trocknen und in die Mariande legen. Mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.
Flammkuchen Teig
Koriandersamen im Mörser sehr fein mahlen. Alles durch ein feinmaschiges Küchensieb geben und das, was im Sieb bleibt, wegschmeissen. Koriandersamen mit dem Mehl, Sesamöl, Wasser und Salz mit den Händen zu einem elastischen Teig kneten und zugedeckt ca. eine halbe Stunde ruhen lassen.
Belag
Frühlingszwiebeln putzen, die Enden entfernen und die Stangen in schmale Ringe schneiden. Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stielen entfernen und etwas klein hacken. Creme legere mit der Wasabipaste und der Hälfte der Korianderblätter verrühren. Erdnüsse grob hacken. Eingelegten Ingwer in einem Sieb abtropfen lassen. Die marinierten Garnelen in einem Sieb abtropfen lassen.
Den Backofen auf 210 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.

Den Flammkuchenteig in 2 Hälften teilen und auf einem bemehlten Blatt Backpapier sehr dünn ausrollen. 2 bis 3 El der Creme legere Mischung darauf geben und dünn verstreichen. Mit der Hälfte der Garnelen (inkl. Ingwer-Zwiebel-Knoblauch-Stücke) und den Frühlingszwiebeln belegen und dann den Flammkuchen vorsichtig auf ein Backblech ziehen. Für ca. 20 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Mit den Erdnüssen, dem Sushi Ingwer und dem Koriander bestreuen.
Auf die gleiche Art mit der zweiten Teigkugel verfahren.


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21 thoughts on “Asiatischer Flammkuchen mit Garnelen

    • Hallo Frauke,
      das ist ja lieb von dir! Ich hab mir auch schon das ein oder andere Rezept abgespeichert – so ein Flammkuchen mit einem Salat geht immer. Sag mal Bescheid, wie du bzw. dein Mann den Flammkuchen gefunden hast/ hat.
      Viel Spaß beim Backen wünscht Dir,
      Sandra

  1. Liebe Sandra, tolle Idee…asiatischer Pfannkuchen! Bezüglich des Lichts sprichst Du mir total aus der Seele…ich habe mich auch für „dunkle“ Fotos entschieden :-))… Danke, Regen! Aber ist ja auch mal ganz interessant.
    Liebste Grüße von Sarah

    • Hallo Sarah,
      dein Spargel-Flammkuchen kann sich aber auch sehen lassen!
      Ich finde es auch immer mal wieder interessant „in dunkel“ zu fotografieren (obwohl ich es hell lieber mag) – obwohl ich den Eindruck habe, dass man bei dunklen Unter- und Hintergründen jeden Fleck und Fingerabdruck zehnmal mehr sieht (siehe das Schieferbrett… deshalb als „Ablenkung“ die ganzen Krümel!) 🙂 .
      Ich wünsche dir einen wundervollen Tag,
      Sandra

  2. Wunderbarer Post, wunderbare Flammkuchenrezeptidee (was für ein Wort…) – danke dafür. Wenn der erste Tage der Woche so startet, kann die Woche nur gut werden.
    Wasabische Grüsse aus dem Regen 🙂
    Bea

    • Hallo Bea,
      vielen Dank für deinen Besuch hier und deine lieben Worte! Das gleiche mit dem langen Worte hatte ich übrigens mit „Wasabipastentöpfchen“ 🙂 Ich habe es dann doch getrennt!
      Wasabische Grüße (auch aus dem Regen) zurück sendet dir
      Saaaandroaaaa (= walisch 🙂 )

  3. Huhu Sandra,
    Hier hatte ich auch keinen guten Flammkuchenfotografiertag, Es ging mir wie dir, ich hatte kurz über Tageslichtlampen nachgedacht. Und das im Mai – es ist ein bisschen zum heulen. Aber du hast Herausforderung super gemeistert – ich hingegen bin gänzlich unglücklich mit meinen Bildern. Aber du hast recht, nicht wieder übers Wetter meckern 😉
    Zurück zum Asia-Flammkuchen: Koriander Samen im Teig WOW, Wasabi-Schmand doppel-WOW, Riesengarnelen Ahhhh, Sandra – ich will jetzt sofort ein Stück haben 🙂
    Hab einen schönen Tag, du liebe!
    Kimi

    • Servus Kimi,
      es ist wie verhext mit den Fotografiertagen, oder? Da habe ich den ersten Blogfrühling meines Lebens und schimpfe wie ein Rohrspatz, weil alles gräulich erscheint. Wenigstens ist das, was auf dem Flammkuchen drauf ist bunt… Risotto kommt hier jetzt erstmal nicht vor die Linse 🙂
      Also ich finde deine Bilder wieder wunderschön – sie sehen nach Kuschel-Sofa-Flammkuchen aus und haben eine sehr schöne Atmosphäre. Aber ich kenne das: man selbst ist und bleibt sein größter Kritiker. Von dem her würde ich ein Tauschgeschäft vorschlagen: Asia gegen Räucherlachs-Rucola-Flammkuchen?
      Ich grüße dich ganz ganz lieb,
      Sandra

  4. Wow, das ist ja mal eine Mischung! Diese Variante habe ich noch nie gesehen, die kommt aber garantiert auf meine Merkliste! Ein tolles Rezept 🙂

    Liebe Grüße
    Kathi
    von The constant efforts

    • Hallo Kathi,
      ich war ja auch recht gespannt, wie diese ganzen Kombis sich auf dem Flammkuchenteig machen, und was soll ich sagen? Die beiden Dinger waren schneller futsch als ich Flammkuchen sagen konnte 🙂 Wirklich, absolut empfehlenswert!
      Liebste Grüße zurück sendet Dir,
      Sandra

  5. Oh wow, das ist eine exotische Variante zum Flammkuchen. Wasabi kenne ich bisher nur bei diesen Nuss-Mischungen *gnnngnn*. Gut, dass dich Wetter und Co nicht davon abgehalten haben, ihn zu backen und zu fotografieren!
    Liebe Grüße,
    Daniela

    • Hallöchen Daniela,
      stimmt, das ist ja eine gute Idee… hab ich gar nicht dran gedacht 🙂 Vielleicht versuche ich mich einfach mal demnächst daran, Wasabi-Nüsschen selbst zu machen. Obwohl ich ja schon Respekt vor dem Pülverchen hab – die Nase wird gut frei mit dem Zeug 😉
      Liebste Grüße sendet dir,
      Sandra

  6. Liebe Sandra,
    wow, asiatischer Flammkuchen – das klingt mal richtig exotisch. 😉 Hört sich aber sehr lecker an und es geht mir auch oft so, dass aus ungeliebten Resten irgendwann doch noch etwas richtig Tolles wird!
    Liebe Grüße,
    Sarah

    • Servus Sarah,
      das ist echt der Grund, warum ich die Rudel-Back-Aktionen so gern mag: man sucht dann nochmal ganz anders nach Rezepten.
      Und das mit der Resteverwertung perfektioniere ich auch immer mehr – Anfang des Jahres ist mein Küchenschrank quasi mit angebrochenen Verpackungen übergequillt und ich hab das recht gut jetzt angebaut (abgesehen von den Packungen, die wieder in der Zwischenzeit on-top kamen 🙂 )
      Ich sende dir liebe Grüße aus einem sonnigen München zurück,
      Sandra

  7. Liebe Sandra,
    gerade gestern habe ich mir tatsächlich Tageslichtlampen bestellt. Ich hab es einfach satt, bei dem dämlichen Wetter immer dem Licht hinterherzurennen. Deine Flammkuchen kommen soooo schön rüber, vor dem dunklen Hintergrund. Und sie sehen bestimmt nicht nur köstlichst aus! Mal davon abgesehen, dass ich Wasabi liebe, auch wenn ich manchmal beim Sushi-Essen denke, mir ätzt einer den Bereich oberhalb der Nasenwurzel weg. Aber egal. Dein Flammkuchen kommt direkt auf meine Liste zum Nachmachen.
    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja,
      ehrlich jetzt? Ich bin noch standhaft bezüglich der Lampen … es ist quasi vergleichbar mit der Tatsache, dass ich mich trotz gefühlt erneut ausgebrochenem Winter (hier ist es zwischenzeitlich wieder so kalt geworden) mit Händen und Füßen dagegen wehre, die Heizung anzumachen und stattdessen frierend auf dem Sofa sitze… Aber du hast Recht: ich habe mich bei den letzten Rezepten soooo über das Licht geärgert und ich habe irgendwie die Hoffnung, dass es genau an dem Tag knackiges Wetter mit perfektem Fotografierlicht wird, an dem die Lampen geliefert werden 🙂
      Das mit dem „Wasabi-Brand“ kenne ich auch – wenn ich dann mit Luftschnappen fertig bin und mir die Tränen aus dem Gesicht gewischt habe, fühle ich mich immer richtig gut. So nach dem Motto „was bin ich hart im Nehmen“ 🙂
      Liebe Grüße aus Bayern sendet Dir,
      Sandra

  8. Ok, einmal übers Wetter meckern dürfen wir noch, bevor es gleich mit lustiger Flammkuchenfeierei weitergeht: Ich weiß soooo genau, was du meinst. Der Mai entwickelt sich gerade zum dunklen Anti-Foto-Monat. Dauernd ist es trüb und grau und uaaarks. Da schau ich mir doch lieber deine köstlichen Bilder an, als nach draußen zu gehen. Die sind nämlich auch samt Fingerabdruck (hab ihn erst durch deinen Kommentar entdeckt hihi) und schlechten Lichtverhältnissen zauberhaft wie immer :*
    Wasabische Grüße von Mia, die jetzt Lust auf einen Findet Nemo-Marathon hat 😉

    • Hi Mia,
      es ist aber auch wie verhext… da hat man das wundervollste farbenfrohe Obst vor sich liegen und alles hat dann auf den Fotos einen Grauschleier. Und dann das ganze so mit Lightroom zu bearbeiten, dass es wie ein Gericht aussieht, dass sich an einem sonnigen Mai-Tag, der von einem blauen Himmel mit vereinzelten weißen Wölkchen und 25 Grad im Schatten geprägt ist, auf dem Teller tummelt… neee, dafür hab ich keine Geduld (und Zeit und Muse und Motivation).
      Findet Nemo muss ich auch unbedingt ganz bald mal wieder schauen – so großartig.
      In diesem Sinne sende ich dir liebste wasabische Grüße zurück,
      Sandra

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