Hase im Glück

Griess Rührkuchen mit Joghurt und Beeren Swirl

Der Hintern der Engländer ist die Wade der Deutschen … oder
… im Stehen kann man auch super Kuchenessen //

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Alles hat so angefangen, dass mir meine beste Freundin von einem „Work-Life-Balance“-Seminar erzählt hat, das von dem Unternehmen, bei dem sie arbeitet, organisiert wurde. Neben viel allgemeinen Infos (Ernährung, ausreichend Trinken, frische Luft, etc) wurde ein besonderer Fokus auf das Thema „Sitzen“ gelegt, denn: „Sitzen ist das neue Rauchen“.

In dem Seminar meiner Freundin wurde erklärt, dass der Sitzmuskel der größte Muskel des Körpers sei, bei zu langem Draufsitzen die Durchblutung gestört und das Gehirn nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werde. Deshalb darf man jetzt in der Firma meiner Freundin während der Meetings aufstehen und sich ein bisschen die Beine vertreten, respektive den Sitzmuskel lockern.

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Ich fand das super interessant und irgendwie hatte mein Hintern seitdem eine ganz neue Bedeutung für mich. So eine direkte Verbindung zwischen Hintern und Gehirn hätte ich nie und nimmer vermutet. Ich war begeistert! Da ich das unbedingt mit Euch teilen wollte, habe ich etwas recherchiert und jetzt haltet Euch fest:
Der Hintern der Engländer ist die Wade der Deutschen!

Glaubt mir, ich habe gesucht und gesucht und etliche „Lebensgefahr – Sitzen“ Artikel durchstöbert, aber nirgendwo, absolut nirgendwo, einen Kausalzusammenhang zwischen dem Hintern und Durchblutungsstörungen gefunden… Ich schiebe das darauf, dass meine Freundin in London lebt und ggfs. der englische Hinternmuskel dem deutschen Wadenmuskel entspricht?
Fakt ist nämlich, dass (bei uns Deutschen) die Blutzirkulation bei mehrstündigem Sitzen ins Stocken gerät (beim Gehen drückt der Wadenmuskel auf die Venen und pumpt so Blut ins Herz) und sich das Blut in den Beinen staut. Die Folge: Durchblutungsstörungen und Krampfadern.

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Also doch nichts mit „I am proud of my Hintern – he makes me clever!“ oder so. Wenn irgendwo der Hintern vorkam dann nur in dem Zusammenhang, dass er durch zu langes Sitzen erschlafft und die Körperstabilität beeinträchtigt. Na Danke!

Die anderen Erkenntnisse darüber, wie schädlich Sitzen sein kann, erspare ich euch. Übel. Ich frage mich echt, ob man als Büromensch UND Foodblogger (das Bilder-Bearbeiten, Texten, Kommunikation etc. etc. nimmt ja einen nicht sehr unwesentlichen sitzenden Teil ein) eine sehr viel geringere Lebenserwartung als der Otto-Normal-Durchschnittsbürger hat. Ach, ich lasse das jetzt lieber…

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Stattdessen mache ich jetzt fix diesen Beitrag fertig, stehe auf und gehe zur Küchenablage, wo der Rest meiner neuesten Rührkuchen-Entdeckung liegt. Ich habe Hartweizengrieß, Griechischen Joghurt und einen Beeren-Püree in Swirl-Form in die gute, alte Kastenform geschmissen und heraus kam ein wirklich leckerer Kuchen, der an Tag 2 und 3 definitiv noch viiiiel besser als an Tag 1 schmeckt.
Und weil in diesem Monat das „Ich back´s mir“-Motto bei Claras Blog tastesheriff „Sachen packen und picknicken – Rührkuchen“ heißt, bringe ich ihn doch gleich mal zum gemeinsamen virtuellen picknicken mit. Leider ist ja das Picknicken momentan wettertechnisch bedingt etwas schwierig, aber dafür esse ist jetzt halt einfach so ein Stückchen Kuchen im Stehen (!!!). Wenn Ihr auf das Banner klickt, findet Ihr eine grandiose Rührkuchen-Sammlung.

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P.S. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich sage immer „das“ Joghurt… hoffe, ich habe es hier jetzt überall grammatikalisch richtig angepasst…

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Zutaten Rührkuchen mit Griechischem Joghurt & Himbeer-Brombeer-Swirl (eine Kastenform)
2 Eier
Salz
30 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
250 g Griechischen Joghurt
250 g Hartweizengrieß
2 Tl Weinstein Backpulver
125 g Himbeeren
125 g Brombeeren

Zubereitung Rührkuchen mit Griechischem Joghurt & Himbeer-Brombeer-Swirl
Backofen auf 175 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Die Eier trennen. Eiweiß und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührgerätes steif schlagen. Eigelb, Butter, Zucker und Vanillezucker ca, 5 Min. cremig schlagen.
Griechischen Joghurt unterrühren. Hartweizengrieß und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Eischnee vorsichtig unterheben.
Himbeeren und Brombeeren waschen und in separaten Schüsseln mit dem Mixer zu einem Püree verarbeiten. In jeden der beiden Pürees einen Esslöffel Teig einrühren. Eine Kastenkuchenform fetten.
Die Hälfte des Teiges in die gefettete Backform füllen. Mit einem Esslöffel klecksweise abwechselnd Himbeer- und Brombeerpüree darauf verteilen und mit einem Messer sanft mit dem Teig vermischen (wie einen Wirbel). Den rechtlichen Teig einfüllen und mit dem Püree und dem Verwirbeln wie vorher verfahren.
Backform in den vorgeheizten Backofen schieben und 1:20 Stunde backen. Nach 30 Minuten den Kuchen längs mit einem Messer einschneiden. Nach 50 Minuten mit Alufolie bedecken. Nach dem Backvorgang 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann den Kuchen stürzen und komplett auskühlen lassen. Mit Beeren garnieren.


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15 thoughts on “Griess Rührkuchen mit Joghurt und Beeren Swirl

  1. Aaaay, ich war ein bisschen erschrocken, als die Info über’s Sitzen von deiner Freundin. War ich bisher immer falsch informiert? Ist die neuste Erkenntnis etwa an mir vorbei gegangen?
    Aaaalso, klar sitzt man als Foodblogger zusätzlich noch einige Stunden mehr auf seinem Hintern. Aber, dafür verrenken wir uns auch beim Fotografieren (kommt ja in manchen Stellungen Sport gleich), setzen uns mit Ernährung auseinander (ich blende den Süßkram jetzt mal aus) und kochen mit frischen Zutaten. Wenn das mal nicht das zusätzliche Sitzen ausgleicht 😀
    Beerenswirl klingt ja einfach nur himmlisch!!! Hmmm, mit Grieß hab ich ehrlich gesagt noch nie gebacken, ich glaub ich muss das mal nachholen. Dein Kuchen sieht so saftig aus und nach Tag 2 und 3 noch besser? Ich finde das klingt nach einem perfekten Rezept 🙂
    Hab ein schönes Wochenende, du liebe!
    Ich drück dich ganz fest und schicke dir gaaaaaanz liebe Grüße!
    Kimi

    • Hi Kimi,
      sooo lustig, was es immer für Geschichten gibt, oder? Aber egal ob Hintern oder Waden, Sitzen ist echt nicht zu unterschätzen.
      Auf alle Fälle hast du sowas von Recht: wenn ich bedenke, wie ich hier beim Fotosmachen durch die Bude renne und mich verrenke, gleicht das echt schon manchmal einem Workout 🙂 Am Schlimmsten ist es bei Eis – vor lauter Adrenalin laufe ich völlig verpeilt von rechts nach links während das Gute vor sich hinschmilzt 😉 Da darf man sich dann durchaus etwas Süßes (im Sitzen) nach gönnen!
      Bei mir wars auch der erste Grießversuch und ich hatte ehrlich gesagt etwas Schiß, ob es denn wirklich saftig wird. An Tag 2 war der Kuchen sowas von perfekt und somit habe ich wieder ein *Tick* hinter das Projekt „Backen ohne Mehl“ gesetzt.
      Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende mit deinen Lieben!
      Dicken Drücker aus München sendet Dir,
      Sandra

  2. Sandra, Du hast es einfach drauf, gell. Da zaubert sie einen unfassbar gutaussehenden Kuchen mit zuckersüßer Deko und schreibt parallel über den Hintern! 😀 Und es funktioniert!!
    Jaaa, wir sitzen viel zu viel drauf rum, bei der Arbeit, beim Bloggen, geht gar nicht. Aber Kimi hat recht: beim Kochen toben wir uns immerhin aus, wenn wir hin und her wetzen, Töpfe aus der untersten Schublade holen, die Pastaform aus dem allerallerallerobersten Regal hervorkramen…. Ich renne auch ganz gern mal, zB beim Fotos machen. Dann haste was aufgebaut, uaaah, da läuft die Brühe raus, schnell schnell, es tropft… haha, ein Hoch auf die Organisation! Nicht! 😉

    Dein Kuchen sieht super lecker aus. Und er klingt fantastisch: Swirl! Yeaaah! Ich bin dabei. Und die Deko ist allerliebst. Das gefällt mir sehr sehr gut!! Diese Tischdecke… aaah… bin verliebt! 🙂

    Ist bei Euch immer noch keine Sonne? Was erlaube?! Hier ist es schön. Also sende ich Dir Sonnenstrahlen, liebe Sandra, und wünsche Dir ein wunderbares WE mit ganz viel Bewegung! 😉
    Liebe Grüße
    Katja

    • Huhu Katja,
      🙂 Ich war ja auch kurz mal hin und hergerissen, ob man einen Foodblog-Beitrag über den Hintern schreiben sollte, aber die Geschichte war einfach zu gut 😉 Ich glaube ja, dass die mit viel Liebe und Zuneigung drapierten Beeren vom Po-Inhalt etwas ablenken – quasi ein Irokesen-Rührkuchen.
      Das Herzstück unserer Wohnung ist eine Diele mit ungelogen über 10 Quadartmetern. Auf der einen Seite ist die Küche, auf der anderen Seite fotografiere ich. Und wenn ich dann die Diele rauf und runter hetze, der Mann panisch auf die Seite springt, ich wieder was vergessen habe und zurück laufe, kompensiert das bestimmt das Rumgesitze während der Bildbearbeitung 🙂 Übrigens: wenn ich den Aufbau arrangiere ist das Erste, was auf dem Tisch liegt meine Küchenrolle 😉
      Ach und die Tischdecke habe ich in einem Trödelladen gefunden und kackendreist von 2 Euro auf 1,50 Euro runter gehandelt 🙂 Ich liebe sie!
      Hier ist es endlich warm und die Sonne lugt auch aus den Wolken – eigentlich könnte ich da gleich mit dem Grießrest nochmal den Kuchen backen.
      Ich wünsche dir auch ein ganz ganz tolles Wochenende!
      Liebste Grüße,
      Sandra

  3. Liebe Sandra, was für ein toller Post :-))) Ich lach nicht kringelig…schon zu Beginn deines Post habe ich mich erwischt, wie ich unruhig auf meinem Bürostuhl hin und her zappelte. Ich sitze definitiv zu viel…Aber Kuchen essen im Stehen geht ja auch. Dein Kuchen sieht wieder fantastisch aus! Liebste Grüße von Sarah

    • Hallo Sarah,
      das mit dem Sitzen ist echt nicht zu unterschätzen 🙁 Ich hatte mir ja so ein überdimensioniertes Luftkissen für den Stuhl besorgt, als ich vor ein paar Wochen die Rückenprobleme hatte, und sitze da nach wie vor super gerne drauf, weil man da dann wenigstens mal zwischendrin hin und her wackelt 🙂 Und ich habe mir vorgenommen, mich nicht überall hinsetzen zu müssen bzw auch mal die Treppe zu nehmen… hach, manchmal klappts besser manchmal nicht… zumindest ist ein Anfang gemacht!
      Ich sende Dir liebste Grüße,
      Sandra

  4. Hey Sandra,
    auch wenn ich kein Büro-Sessel-Hintern-Platt-Sitzer bin und die meiste Zeit beim Arbeiten stehe, habe ich trotzdem von Zeit zu Zeit das Gefühl, dass meine Verlängerung des Rückens zum Erschlaffen neigt und dadurch meine Körperstabilität massiv beeinträchtigt wird. So ein Stück aufpolsternder Kuchen von Dir, kann bestimmt Abhilfe schaffen! ich hab mich mal wieder ans Joggen gewagt. Da passte Deine Hintern-Hirn-Theorie perfekt dazu. (ich war jetzt einfach mal so frei, Dich zu verlinken!) Danke dass ich jetzt Kuchenhunger habe *grummel* und vor allem Danke, dass ich den Tag lachend beginnen konnte! You made my (rainy) day!
    XOXO
    Tanja

    • Huhu Tanja,
      ich hab da mal in einem von diesen wahnsinnig tiefgründigen Frauenmagazinen gelesen, dass man auch im stehenden Zustand regelmäßig seine Hinterbacken zusammen pressen und lockern sollte, dass man einen knackigen Po bekommt 🙂 Quasi müsste man dann immer eine knieumspielende Bluse anziehen, damit die anderen nicht denken, dass man an unkontrollierten Zuckungen leidet. Ich weiss ja nicht…
      Und dass du tatsächlich wieder die Laufschuhe raus gekramt hast und dich ans Joggingprojekt ran wagst – du hast meinen vollsten Respekt! Nachdem ich deinen Beitrag über dein Laufprojekt gelesen hatte, musste ich erstmal ein Stück Kuchen essen 🙂 🙂 🙂
      Ich sende dir ein bisschen bayerische Sonne in den Taunus
      liebste Grüße
      Sandra

  5. Wieder so herrlich … 😀 😀 😀 …
    obwohl, wenn ich ganz ehrlich sein soll, als ich die Überschrift gelesen habe: „Der Hintern der Engländer ist die Wade der Deutschen“ habe ich automatisch an die Farbe gedacht und war sofort überzeugt, dass die englischen Hintern genauso weiß sind, wie die Waden der Deutschen 😀 😀 😀 … hahahahaha ….
    Liebste Grüße
    Mariola

    • Hi Mariola,
      wie cool! Ich musste grade erst mal überlegen… wenn ich an Engländer und Haut denke, kommt mir erst mal die Farbe rot in den Sinn 🙂
      Oh, wir sind gemein – für alle Engländer die das hier lesen: hauttechnisch bin ich eine von Euch!
      Die britische Farbkombi „rote Waden, weißer Hintern“ ist wenigstens besser abgestimmt als die deutsche Kombi „weiß/ weiß“ … Was man da manchmal so sieht…
      So ich höre jetzt auf zu schreiben 🙂 🙂 🙂
      Die allerliebsten Grüße sendet Dir,
      Sandra 😉

    • Hallo Clara,
      das freut mich unheimlich, dass dir der Rührkuchen gefällt! Ich liebe ja dein Event und es inspiriert mich immer wieder aufs Neue, mal etwas komplett anderes auszuprobieren! Freu mich schon auf den Juli 🙂
      Liebste Grüße,
      Sandra

  6. Hallo Sandra,
    ich habe heute deinen Kuchen in einer Kirsch-Variante zum Geburstags-Kaffee von meinem Freund gebacken. Ich hatte erst Sorge, dass er zu klitschig wird, aber er war einfach super! Super lecker, super locker und super saftig! Das Rezept wird an einem sicheren Ort abgespeichert 😉
    Danke und viele Grüße,
    Miri

    • Hallöchen Miriam,
      sorry, dass ich mich jetzt erst male, aber der Mini-Hase hält mich ganz schön auf Trab 😉
      Schön, dass Du von dem Kuchen begeistert bist – ich finde auch, dass sich der Griess in dem Kuchen sehr gut macht. Die Konsistenz ist zwar fluffig aber nicht zu fluffig, oder?
      Mit Kirschen kann ich ihn mir auch sehr sehr lecker vorstellen!
      Allerliebste Grüße sendet Dir,
      Sandra

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