Hase im Glück

Indonesische Sambal Oelek Pulled Chicken Wraps

Über Fladenbrot- und Sambal Oelek Sorten … oder
… Indonesischer Streetfood Style //

haseimglueck.de Rezept, Indonesische Wraps 1

Fladenbrote sind nicht gleich Fladenbrote, das lasst Euch gesagt sein. Dank dem tollen Blogevent „Streetfood & Sambal“ von Claudias Blog Dinner um Acht habe ich mich in die Fladenbrot-Recherche gestürzt und kann jetzt echt ein Lied davon singen, was es alles an Fladenbrot-Sorten gibt.

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Wie schon der Name des Events „Streetfood & Sambal“ vermuten lässt, geht es bei der Aktion darum, ein indonesisch inspiriertes Gericht zu kreieren, das streetfoodtauglich ist und darüber hinaus Sambal (so nennt man in die Indonesien die Würzpasten) enthält. Wow! Was ne Herausforderung! Ehrlich gesagt habe ich echt darüber nachgedacht, ob ich überhaupt hier mitmachen soll, aber irgendwie hatte mich der Ehrgeiz gepackt.

Für mich stand recht schnell fest, dass ich mich an die Wraps der mexikanischen Küche anlehnen und diese modern füllen möchte.

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Zunächst einmal habe ich mich auf die Suche gemacht, welche Art von Fladenbrot in Indonesien gegessen wird. Eine wirklich eindeutige Antwort habe ich nicht gefunden, aber ich denke, dass man getrost sagen kann, dass sich die indonesischen Fladenbrote an die indischen anlehnen. Hier unterscheidet man zwischen Chapati, Papadam, Naan oder Roti, die alle ohne Hefe auskommen. Geläufiger sind uns hingegen Pitta oder Pide aus der griechischen bzw. türkischen Küche, für die man aber Hefe benötigt. Und nicht zu vergessen die Mutter aller Fladenbrote, die mexikanische Tortilla, die mit Maismehl hergestellt wird.

Nach ein wenig hin und her habe ich mich für Roti entschieden. Wenn es schon was ohne Hefe gibt, dann her damit und ich war sehr gespannt, ob die Dinger tatsächlich „wrapfähig“ sind (um es vorwegzunehmen: sie sind so etwas von wrapfähig, es war eine einzige Aufrollfreude).

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Noch mehr Arten als Fladenbrote gibt es übrigens vom Sambal Oelek. Es existieren sooooo viele Rezepte, Tipps, Tricks, sonstiges – als ich die 250 Gramm rote Peperoni daheim ausgepackt und die Einweghandschuhe an hatte, war ich schon etwas aufgeregt. Für meine Wraps habe ich mich für eine etwas süßlichere Sambal Oelek Variante entschieden, weshalb sie nicht so knallrot, wie man das normalerweise von Sambal Oelek kennt, ist.
Als der Sud auf der Kochplatte vor sich hin köchelte, durchströmte ein absolut toller Geruch die Wohnung und einmal mehr stellte ich fest, dass ich noch nicht bereit fürs Pflaumen-Einkochen bin. So etwas ehrlich Herzhaftes ist gerade viel toller.

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Nach dem „Tick“ hinter dem Fladenbrot und Sambal Oelek ging es dann an die Füllung. Endlich ergab sich die Chance ein Pulled XXX zu machen, juhuuuu! Pork kam nicht in Frage, weil 88% der Indonesier Muslime sind. Also gewann das Chicken und wurde nach einem Bad in einer asiatischen Marinade und einem eineinhalbstündigen Vor-sich-hinköcheln gepulled.
Bei der Gemüsemischung habe ich mich am indonesischen Bami Goreng (selbstverständlich ohne Nudeln) orientiert, ich liebe Zuckerschoten!

Hach, Ihr glaubt es nicht, wie beflügelt ich war, als ich meine Wraps aufgerollt habe! Ganz kurz habe ich mich wie 19 gefühlt, als eine ehemalige Klassenkameradin und ich uns völlig naiv nach dem Abitur dachten, dass wir uns den im Erdkunde-LK gelernten Nassreis-Feldanbau ja mal auf Bali live ansehen könnten. Das taten wir dann auch – trotz vehementer Proteste unserer Eltern – und wir verlebten drei wundervolle Wochen dort (um das ganze zeitlich einzubetten: damals gab es noch kein Internet sondern wenn es hoch kam Faxgeräte oder R-Gespräche).
Da diese Freundin, Dani, in diesen Tagen ihren 40sten feiert, schmettere ich ihr mit dem Rezept ein herzlichstes Happy Birthday zu. Ach Dani, die Fahrt mit der völlig durchgerosteten Fähre von Bali nach Lombok und die anschließende Fahrt mit dem Taxi, das nur noch 1 mm Profil auf den Reifen hatte, werde ich nie nie niemals vergessen…

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So, jetzt aber zurück zu den Wraps: wenn Ihr mal Freunde oder Familie zu einer Streetfood-House-Party einladet, dann könnt Ihr mit den Dingern richtig Eindruck hinterlassen. Sie schmecken soooo gut – danke Claudia für die tolle Inspiration!

BFF HigL

Indonesische Pulled Chicken Wraps
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Zutaten
Wraps
Zubereitung
Sambal Oelek
  1. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und in kleine Würfel hacken. Chilis waschen, entkernen und klein hacken.
  2. Alles mit Essig, Zucker, Sojasauce und Nelken aufkochen. Ca. 30 Min. zugedeckt köcheln lassen.
  3. Sambal Oelek in heiß ausgespülte Gläser abfüllen und sofort verschließen.
Roti Wraps
  1. Mehl, Salz und Öl mit den Fingern zerreiben. 250 ml Wasser zugeben und zu einem weichen Teig verkneten.
  2. Die Butter bei niedriger Hitze in einem Topf schmelzen.
  3. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit der weichen Butter bestreichen. Aufrollen, abdecken und mindestens 30 Minuten kalt stellen.
  4. Teig noch einmal kräftig durchknetenden Teig in 8 gleichgroße Stücke teilen und jedes Teigstück zu einer Kugel formen.
  5. Ein Pfanne mit einem El Pflanzenöl erhitzen, den Teig ganz dünn rund ausrollen und ca. 45 Sekunden pro Seite in der Pfanne anbraten. Die fertigen Roti in Alufolie einschlagen damit sie weich bleiben.
Pulled Chicken
  1. Knoblauchzehen und Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit dem Sambal Oelek, der Sojasauce, dem Sesamöl, dem Orangensaft und dem Honig zu einer Marinade verrühren.
  2. Hühnerbrustfilets kalt abbrausen und mit einem Küchenpapier trocken tupfen. Die Filets in die Marinade legen und im Kühlschrank mindestens eine Stunde marinieren.
  3. Backofen auf 200 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen.
  4. Die marinierten Hühnchenbrustfilets in einen Bräter geben und ca. 20 Minuten ohne Deckel im vorgeheizten Backofen anbraten. Mit der Hühnerbrühe und dem Rest der Marinade aufgießen, den Deckel des Bräters so auf den Bräter legen, dass ein kleiner Spalt offen bleibt und 90 Minuten im Backofen vor sich hinschmoren lassen.
  5. Hühnchenbrustfilets aus dem Bräter nehmen, etwas abkühlen lassen und mit zwei Gabeln das Fleisch zerrupfen. In der eingedickten Sauce wenden und warm stellen.
Gemüse
  1. Die Karotten schälen und mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden. Die Streifen mit einem Messer vierteln. Die Paprikaschote waschen, entkernen und in schmale Streifen schneiden. Den Chinakohl in schmale Streifen schneiden. Die Zuckerschoten waschen. Die Sojabohnen Keimlinge mit Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.
  2. Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse ca. 5 Minuten anbraten.
Indonesische Pulled Chicken Wraps
  1. Die Roti mit dem Gemüse und dem Pulled Chicken füllen, einen Teelöffel Sambal Oelek darauf verteilen und alles feste zu einem Wrap einschlagen. Mit Ketjap Manis servieren.
www.haseimglueck.de

12 thoughts on “Indonesische Sambal Oelek Pulled Chicken Wraps

  1. Liebe Sandra,
    wow – wirklich grandios. Ich bin ja ein ganz großer Roti-Fan. Nicht nur wie immer großartig in Szene gesetzt, sondern auch eine spannende Kombination, über die ich jetzt und sofort herfallen könnte.
    Lieben Dank fürs dabei sein!

    LG, Claudia

    • Hallo Claudia,
      Danke Dir für deine lieben Worte!
      Ich bin ja immer wieder aufs Neue in deine tollen Kreationen verliebt und dachte mir: „wenn die Claudia ein Event macht, dann kannst Du nichts 0/8/15-mäßiges mitbringen“ 🙂 Ich freue mich sehr, dass das Rezept deinen Geschmack getroffen hat!!!
      Liebste Grüße sendet Dir,
      Sandra

    • Hallöchen Jenny,
      danke!!!
      Ja, die Recherchen war echt super interessant – Du glaubst gar nicht, durch wie viele Sambal Oelek Rezepte ich mich geklickt habe 😉 Wir haben zwar noch ein paar Gläschen im Kühlschrank, aber wenn die alle sind, wird wieder Nachschub gekocht – das schmeckt echt total toll mit Gemüse und/ oder Fleisch!
      Ganz ganz liebe Grüße aus München sendet Dir,
      Sandra

    • Hallo Tina,
      also dieser Roti-Teig war toll: er hatte fast eine Konsistenz wie Kaugummi, sich super ausrollen und in die Pfanne verfrachten. Lange Rede, kurzer Sinn: mit dem Teig lohnt es sich echt, das Projekt „Wraps“ nochmal anzugehen 😉
      Viel Spaß beim Wrappen wünscht Dir,
      Sandra

  2. Wie lecker die aussehen!! Kein Wunder, dass dein Rezept entdeckt wurde und Rezept der Woche wurde, so war das doch, gell? Hammer!!
    Die Rollen sehen super aus. Und ich muss sagen, so wie du das beschreibst, klingt es auch gar nicht so mühevoll. Tolles Rezept, liebe Sandra. Und jetzt weiß ich auch endlich mal, wie man Pulled Pork oder Chicken macht, das hab ich mich schon lange gefragt. Im Ofen geschmort, hätte man drauf kommen können, ahemmm….
    Euer Nach-dem-Abi-Trip klingt super, schön abenteuerlich. So was muss man mal erlenbt haben 🙂
    Liebste Sandra, einen schönen Sonntag wünsche ich dir noch & sende liiiiiebe Grüße
    Katja

    • Hi Katja,
      frag mal, ich war „platt von den Socken“ 😉 Ab und an flutscht es – als die Wraps fürs Fotografieren vor mir lagen, kam tatsächlich von rechts ein Sonnenstrahl durchs Fenster direkt auf die Füllung und ich wusste, dass die Fotos schön werden. An die Situation habe ich dann vergangenes Wochenende mehr als ein Mal gedacht, als ich bei der grauen Suppe draußen vergeblich auf DEN Sonnenstrahl gewartet habe 🙁
      Das mit dem Pulled Chicken war für mich auch ein „Aha-Effekt“ 🙂 Gut, dass man nie auslernt 🙂
      Ich hoffe, du hattest ein herrliches Wochenende!
      Liebste Grüße sendet Dir,
      Sandra

  3. Oh die sehen super aus, da bekomme ich gleich Lust auf Urlaub!
    Ich war vor Jahren einmal in Indonesien und wünsche mich gerade dahin wieder zurück! 🙂
    xoxo
    Elena

    • Hallo Elena,
      ich bin auch beim Wrappen in Erinnerungen geschwelgt – ich glaube, dass ich deshalb auch so viele italienische Sachen koche 😉 Pasta schafft es immer wieder, dass ich mich gedanklich in schöne toskanische Gegenden in der Abendsonne koche 🙂
      Vielen Dank für Deinen lieben Kommentar!!!
      Liebe Grüße,
      Sandra

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