Hase im Glück

Penne mit Bärlauch und Ziegenkäse

Ich esse ganz alleine Penne … oder
… ein Dreh-Mörser-Tipp //

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Diese Woche habe ich nach ganz ganz langer Zeit wieder Nudeln für mich alleine gemacht. Eigentlich ist von uns beiden der Mann der Nudel-Boss (ich gebe es zu, seine Saucen sind die besseren…) und wenn er Penne oder Spaghetti auf den Tisch stellt, „opfere ich mich auf“ und esse mit (nachdem ich vorher selbstverständlich mehrmals bekräftigt habe, dass Nudeln doch nicht low carb sind und ich mir einen Salat mache…).
Aber mein guter Mann ist diese Woche von Montag bis Freitag auf Geschäftsreise und ich wollte unbedingt  das toll klingende Rezept mit der Bärlauch-Ziegenkäse-Sauce für den Blog kochen. Jetzt denkt ihr euch bestimmt: „Sie könnte das doch super am Freitagabend kochen und ihren Mann damit begrüßen“. Ja, rein theoretisch könnte ich das, aber dann kann ich sie nicht fotografieren, weil, genau, es schon dunkel sein wird. Die nächste Frage: „Und Samstag oder Sonntag?“ muss ich auch verneinen, weil wir vor der Abreise des Mannes die Abmachung „Am Wochenende keine Arbeit und kein Blog“ getroffen haben. Schatz, wenn du das jetzt hier liest: Du siehst, ich hatte keine andere Wahl!!!

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Somit habe ich die Strohwitwen-Zeit genutzt, um diese leckeren Penne für den Blog zuzubereiten und mir ganz alleine den Bauch mit Kohlenhydraten voll zu schlagen. Das nächste Mal nehme ich dann auch nicht die gleiche Menge Salz für zwei Portionen (= ich alleine) wie für vier Portionen (= der Mann und ich) – witzig, wie manche Dinge in einem drin sind.
Wo ich schon mal beim Salz bin, möchte ich noch einen Schlenker zum Pfeffer machen. Diese Empfehlung ist nicht gesponsort oder sonstiges, denn den „Dreh-Mörser“ haben uns meine Eltern zu Weihnachten geschenkt und es mir liegt schlicht und ergreifend am Herzen, euch etwas über unsere Pfeffermühle zu erzählen.

Mit manchen Lebensmitteln geht man ja durch Phasen und beim Pfeffer war das bei mir so: Phase 1: fertig gemahlener Pfeffer aus dem Glas. Phase 2: Pfeffermühle. Phase 3: Mörser. Und jetzt bin ich bei Phase 4 angelangt: dem Dreh-Mörser. Die Skeppshult Pfeffer- & Kräutermühle mit dem Swing Design Carl & Carl (habe ich extra für euch gegoogelt!) ist ungefähr 8 cm hoch und jetzt haltet euch fest, sie wiegt 1 kg (weil komplett Gusseisern). Man streut den Pfeffer rein, setzt den Innenbehälter drauf und dreht das ganze so lange hin und her, bis man den gewünschten Mahlgrad erreicht hat. Unter einem hübschen Walnuss-Deckelchen befindet sich eine kleine Kammer, in der man dann Reste luftdicht lagern kann (falls ihr euch trotz meiner perfekten Beschreibung nichts darunter vorstellen könnt – am Ende des Beitrags habe ich unser Schätzchen für euch fotografiert).

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Ich habe schon eine Garam Masala Gewürzmischung darin gemacht und bin immer wieder aufs Neue begeistert. Außerdem sieht die Mühle hübsch aus, was ja auch nicht unwichtig ist. HIER findet ihr mehr zu dem Ding (und jetzt fragt mich nicht, warum für so ein schönes Designerstück als Beispielnamen „Norbert Müller“ gewählt wurde – sorry an alle „Norbert Müllers“ da draußen, aber dieser Name passt für mich zu einem „Klugscheißer-Hobby-Koch“ und ich habe kurz daran gezweifelt, ob wir überhaupt die Zielgruppe von dem Ding sind…).

Tja, aber wenn man schon so eine tolle Pfeffermühle hat, dann setzt man sich auch mit dem Pfeffer als solches auseinander. Glaubt mir, das ist richtig spannend und ich dachte zwischendrin, dass ich ein Lexikon über Luxus-Weine lese. Mit dem Mörser haben uns meine Eltern Pfeffer von Hennesfinest geschenkt, der übrigens demnächst alle ist (*Wink mit dem Zaunpfahl*). HIER findet ihr wirklich interessante Infos rund um das Thema Pfeffer und glaubt mir: man schmeckt tatsächlich einen Unterschied.

Ich esse jetzt meinen Teller zwar versalzener aber dafür perfekt gepfefferter Penne mit der frühlingshaften Bärlauch-Ziegenkäse-Sauce auf und manche mich an den „Rest“ Weißwein (sind noch 700 ml übrig).
(Rezept gefunden bei Julianes schönem Blog Schöner Tag Noch

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Zutaten Penne mit Bärlauch-Ziegenkäse-Sauce (4 Portionen)
500 g Penne
100 g Bärlauch
1 Zwiebel
2 EL Pinienkerne
100 ml trockener Weißwein
200 g Ziegenfrischkäse
100 g Schmand
50 g Parmesan
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung Penne mit Bärlauch-Ziegenkäse-Sauce
Penne gemäß der Packungsanleitung kochen.
Bärlauch waschen, trocken schütteln und fein schneiden. Zwiebel schälen und würfeln.
In einer beschichteten Pfanne ohne Öl Pinienkerne rösten, herausnehmen. Etwas Öl in die heiße Pfanne geben und die Zwiebelwürfel glasig andünsten. Mit Wein und 100 ml Nudelwasser ablöschen und bei starker Hitze 2–3 Minuten köcheln lassen. Pfanne vom Herd nehmen. Bärlauch, bis auf 1 EL, hineingeben und mit dem Stabmixer alles pürieren. Frischkäse und Schmand unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker abschmecken.
Pinienkerne und die gekochten heißen Penne in die Sauce geben und mischen. Den Parmesan reiben und mit dem Rest Bärlauch über die Penne streuen.

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7 thoughts on “Penne mit Bärlauch und Ziegenkäse

  1. Lecker lecker. Wenn ich alleine bin und theoretisch kochen könnte, was ich sonst nie koche, weil ich keine Lust auf ein langes Gesicht am Tisch habe, fällt mir nie etwas ein. Meistens gibt es dann irgendetwas banales. Und wenn er dann wieder kommt, dann fallen mir all die schönen Dinge ein, die ich liebe, er aber hasst…. bis zum nächsten Mal habe ich die leider wieder vergessen…

    Liebe Grüße,
    Liv

    • Hallo Liv,
      geht mir echt genauso – ich finde dass Essen zu zwei eh mehr Spass macht und ich habe sogar kein Fleisch in der Woche gegessen 🙂 .
      Das ist echt total witzig, dass man dann wieder die Sachen, die einem selber am meissten schmecken vergißt, ich bin ja beruhigt, dass es dir genauso geht!
      Ich wünsche dir einen super Wochenstart!!!!
      Liebe Grüße,
      Sandra

  2. Bärlauch & Ziegenkäse – was für eine Geschmackskombi! So ein Strohwitwendasein hat auch was für sich 😉
    Oh mann, was hätte ich mich gerne selbst eingeladen und wir hätten uns dann beide den Bauch mit Kohlenhydraten vollschlagen können 😀
    Liebste Grüße,
    Kimi

    • Huhu Kimi,
      jaaaaaa, quasi die Mädchen-Nudel-Version 🙂 . Gestern gabs die Dinger dann wieder mit Tomaten, puh, was hier Penne weg gegehen…
      kohlenhydrate braucht man hier aber im Moment wirklich: während halb Deutschland das Wochenende draußen in der Sonne verbracht hat, scheint es hier so, als wäre der Herbst (und damit meine ich das graue November-Wetter…) wieder zurück gekehrt. Scheusslich!!!!
      Liebe Grüße zurück sendet dir
      Sandra

  3. Herrschaftszeiten… ! Die sehen sooooooo lecker aus. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen!
    Aber alleine Essen ist echt irgendwie doof, auch wenn ich dann alles Essen kann, was es hier sonst nicht gibt. Aber mal ehrlich: Dann koche und rühre ich im Topf, mache womöglich noch ein Foto davon, wärme das Ganze wieder auf (weil das Foto zu lange gebraucht hat) und sitze dann in der labberigen Jogginghose (weil man sich damit bei Fotografieren auch in Positionen bringen kann, die ein enge Jeans nicht zulässt) auf der Couch und halte den Teller auf meinen Knien während womöglich der Fernseher läuft. Ok. Manchmal zünde ich dann noch die Kerze auf dem Tisch an. Quasi als Alibi „Ich-verwahrlose-nicht-alleine“.
    Und Deine stylische Pfeffer-Zermahl-Station ist der Hammer! Ich persönlich befinde mich ja noch in Phase 3. Werde aber nach Deinem Post hier mal in mich gehen und über den sanften Übergang zu Phase 4 nachdenken. Man wird ja älter und kommt dann eher ins Norbert-Müller-Klugscheißer-Alter.
    Ja und was soll ich bitte sagen: Deine Fotos… *schwäm*
    Have a nice day!
    XOXO
    Tanja

    • Hallo Tanja!
      GENAU wie bei mir!!! Deshalb finde ich es auch immer so dankbar, Kuchen zu fotografieren: die können nicht mehr kalt werden und in sich zusammen fallen (außer Macarons…). Wenn man davon absieht, dass manchmal der Aufbau in sich zusammenbricht und ich zwischen Fotografieren und Wieder-Aufwärmen eine Waschmaschine anstelle, ist es genauso: Jogginghose, im Schneidersitz auf die Couch, Essen (also Essen-Essen und nicht Genießen-Essen), fernsehen und jetzt kommt das Beste, wenn man alleine ist: das Chaos in der Küche erfolgreich ignorieren 🙂

      Ich grüße dich ganz ganz lieb,
      Sandra

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