Hase im Glück

Warmgetränk – Goldene Milch aka Kurkuma Latte

Von Lila Quark und Goldener Milch … oder
… meine Gedanken zu Food-Trends //

Kurkuma Milch I  Golden Milk I Curcuma Latte I Turmeric Latte I haseimglueck.de
Nachdem mich aktuell sowohl Heuschnupfen als auch eine richtig fiese Schreibblockade plagen, ich seit Tagen krampfhaft versuche, einen eloquenten und trotzdem tiefsinnigen Text mit einer Prise Humor und dem ein oder anderem sprachlichem Kniff aufs Papier zu bringen und das trotz aller Bemühungen nicht schaffe (warum habe ich eine Schreibblockade wenn Ostern ist und ich alle Zeit der Welt zum Texten hätte?), falle ich einfach mit der Türe ins Haus: Ich habe Goldene Milch ausprobiert. Lecker!

So, jetzt könnte ich hier den Beitrag beenden und mich im Selbstmitleid bezüglich meiner Schreibblockade suhlen, aber das wäre untypisch für mich. Es soll nämlich tatsächlich Menschen geben, denen der Begriff „Goldene Milch“ – so wie mir bis vor drei Wochen – nichts sagt. Vielleicht werden jetzt einige stöhnen „Boah, was ein alter Hut! Die Alte hinkt aber auch jedem Trend hinterher!“ aber mit den Trends ist es doch eh immer so eine Sache.

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Zunächst gibt es für mich den Food-Trend, in dessen Zuge Lebensmittel, die es schon ewig gibt, als heißester Scheiß gehypt werden. Bevor ich meinen Blog hatte, hätte ich bestimmt Mairübchen und Pastinaken dieser Kategorie zugeordnet (ja, ich gebe es zu, ich habe erst spät mitbekommen, dass hier nicht nur Kohl und Speisekartoffeln angebaut werden) wohingegen heute für mich exotische Superfood-Früchte hier mit rein fallen.
Es ist wirklich spannend, was es da für Sorten gibt und als tendenziell neugieriger Mensch liebe ich es, das ein oder andere Superfood auszuprobieren und für mich zu entdecken. Dazu gehört zum Beispiel mein Maqui Pulver, das ich wochentags in meinen Frühstücksquark rühre und das neben seiner supi-dupi Superfoods-Antioxidantien-Wirkung zusätzlich den Quark herrlich lila einfärbt. Soooo schön! An Maca Pulver taste ich mich gerade heran und demnächst werde ich mal eine Erdmandelmilch ausprobieren – ich halte Euch auf dem Laufenden.

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Dann gibt es für mich Rezepte, die foodtrendmäßig so gepusht werden, dass man sich total doof vorkommt, wenn man sie noch nicht selber zubereitet hat.
Dazu gehört selbstverständlich die One Pot Pasta. Joa, habe ich ausprobiert, war ok, abgehakt, fertig (nicht wirklich unseres – bei uns köchelt eine Nudelsoße mindestens (!!!) eine Stunde vor sich hin, bevor sie sich mit der Pasta vereint und ich finde, das schmeckt man auch). Ach ja, und wenn wir schon bei Pasta sind, muss in dem Zuge auch die Spaghetti mit Linsenbolognese als Trend-Rezept mit aufgeführt werden. Joa, habe ich ausprobiert, ging aber gar nicht. Ich denke, dass das weniger an dem Rezept an sich als vielmehr an den Ernährungsgewohnheiten vom Mann und mir lag. Bei uns gibt es nämlich ENTWEDER Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen) ODER Pasta – beides fühlt sich irgendwie so 80er-Jahre an (Klein-Sandra beim Jugoslaven: „Mama, guck mal, da sind Reis UND Pommes auf dem Teller, das ist ja komisch!“).
Aber ich will nicht nur meckern. „In-Rezepte“ wie Overnight Oats und Buddha Bowls (sind bunte Salatteller – müsste ich auch mal abfotografieren) sind super klasse.

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Tja, und dann gibt es „Trend-Foodarten“, die eine Kombination aus allem sind und die sich irgendwie schwer einkategorisieren lassen. Dazu gehört für mich Matcha und – jetzt kommt die Überleitung – die Goldene Milch. Hach, alleine der Name ist so schön! Ich weiß nicht, ob die Goldene Milch gerade echt ein Trend ist oder meine selektive Wahrnehmung zugeschlagen hat, Fakt ist, dass ich in seit geraumer Zeit immer häufiger Fotos und Rezepte mit und zu der güldenen Milch sehe.
Dazu muss gesagt werden, dass die Goldene Milch auch „Golden Milk“, „Kurkuma Milch“ und „Kurkuma Latte“ genannt wird. Sprich, es gibt keinen einheitlichen Namen und – Achtung, jetzt wird es interessant – es gibt auch nicht DAS Goldene Milch Rezept.

Neben Kurkuma und (Pflanzen-) Milch, enthält die Latte Ingwer und ein Süßungsmittel (Honig, Agavendicksaft o.ä.). On-top kommen noch Zimt, Pfeffer und/ oder Kokosnussöl dazu. Je nachdem wie man die Zutaten gewichtet und wie lange man das ganze köcheln lässt, erhält man ganz unterschiedliche Geschmäcker und Konsistenzen.

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Meine Initial-Goldene-Milch-Inspiration kam von Kuki von dem Blog Kukuwaja. Kuki zum Beispiel bevorzugt nur einen halben Teelöffel Kurkuma. Stephanie vom Blog stepanini hingegen hat als Basis für ihre Goldene Milch eine Kurkuma-Paste hergestellt, was ich auch spannend finde. Und Vera vom Blog Nicest Things hat das ganze sogar mit frischem Kurkuma zubereitet – hier könnt Ihr bei Vera sehen, wie so ein Knöllchen aussieht.

Da die „Wunderwurzel“ Kurkuma (Ihr ahnt es) ein Superfood ist, steckt selbstverständlich ganz viel Gutes in ihr (die Liste an Krebsarten und Krankheiten, bei denen Kurkuma helfen soll, ist ellenlang, das spare ich Euch). Die positive Wirkung wurde schon vor Jahrhunderten in der Tradition des Ayurveda erkannt und Kurkuma als natürliches Heilmittel eingesetzt. Und die Goldene Milch als solche wird auch schon seit geraumer Zeit von dem ein oder anderem Yogi, der ihre heilende, anregende und reinigende Wirkung schätzt, geschlürft.

So, ich mach jetzt Schluss, denn ich merke wie sich die Schreibblockade langsam löst und ich will nicht den wieder aufkommenden Flow im Keim ersticken. Kurz und gut: Viel Spaß beim Goldene-Milch-Rezepte-Ausprobieren!

Golden Milk aka Kurkuma Latte
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Zutaten
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Zubereitung
  1. Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden.
  2. Ingwer und Mandelmilch in einem Topf erhitzen – wenn sie heiß ist, Kurkuma, Zimt und Agavendicksaft einrühren.
  3. Die Mischung ca. 10 Minuten sieden lassen, dann die Ingwerstücke entfernen und den Pfeffer einrühren.
  4. Noch einmal kräftig umrühren, warm genießen. Fertig!
www.haseimglueck.de

4 thoughts on “Warmgetränk – Goldene Milch aka Kurkuma Latte

  1. Also die Farbe ist ja schon mal klasse und der Name ja sowieso 🙂
    Ansonsten kann ich dem garnichts abgewinnen. Kurkuma gehört auch nicht gerade zu meinen Lieblingsgewürzen (weder frisch noch als Pulver), wobei ich es in den Gerichten, wo es reingehört, auch verwende, allerdings ist es meistens dann eher der Farbgeber. Und so als Getränk… ich glaube der Trend wird auch an mir vorbei gehen (btw: die Linsenblognese kommt bei uns ziemlich oft auf den Tisch, aber meistens ohne Pasta :-D).
    Ich hoffe, du hattest schöne Ostern gehabt und dich nicht all zu sehr über deine vermeintiche Schreibblockade geärgert.
    Genieß noch den Ostermontag! Liebste Grüße,
    Kimi

    • Hallo Kimi,
      wie, mal keine Gemeinsamkeit? Geht ja gar nicht 😉 Hättest Du mich vor der Goldenen Milch gefragt, wie Kurkuma schmeckt, hätte ich überlegt und dann „nach nix“ gesagt. Für mich lag die Daseinsberechtigung von Kurkuma echt auch nur darin, dass es die Gerichte gelb färbt. Und ich war auch der Milch gegenüber skeptisch – aber wirklich positiv überrascht. Es ist mal etwas ganz anderes und da ich eh gerne starken Chai Tee trinke irgendwie ein bisschen vergleichbar damit.
      Bei der Linsenbolognese geht es aber uns beiden wieder gleich – wir köcheln die auch häufig aber nach dem einen Versuch in Kombi mit Spaghetti essen wir sie auch nur noch „pur“. Spaghetti schmecken halt dann doch am Besten mit Tomatensauce oder einer ehrlich-fleischigen Bolognese 😀
      Meine Liebe, ich sende Dir allerliebste Frühlingsgrüße,
      Sandra

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