Hase im Glück

Urlaub – Kreta im Oktober

Es gibt doch nichts Schöneres, als den Sommer zu verlängern … oder
… unterwegs im Osten der Insel Kreta //

Urlaub auf Kreta im Oktober I Holidays on Crete in October
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Meine Top-Highlights:
Einen Frappé-Aufschäumer, den man an die Steckdose anstöpseln kann, kaufen und den Tag mit einem Nescafé Frappé im Bett starten.
Olivenöl, Olivenöl, Olivenöl – wo möglich, unterschiedliche Olivenölsorten probieren und so viel wie möglich mit nach Hause nehmen.
In der Taverne Kounali im gleichnamigen Dörfchen in den Bergen zu Mittag essen und in der Nachmittagssonne durch Kritsa bummeln.
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Vor zwei Wochen war ich noch auf Kreta und heute drücke ich schon auf „Veröffentlichen“-Taste – ich bin echt richtig stolz auf mich, dass ich Euch so zeitnah von unserem etwas verspäteten Sommerurlaub berichte. So, und bevor ich mich im Geplänkel verliere, starte ich mal.

Die Eckdaten
Wann waren wir auf Kreta und wie war das Wetter?
Der Mann und ich waren in den ersten beiden Oktoberwochen auf Kreta und das Wetter war perfekt. Heißt: 14 Tage Flip-Flops-Wetter, kein Mal unter 25 Grad und in der Mittagshitze war es sogar nur im Schatten auszuhalten.
In der zweiten Oktoberhälfte soll es wohl wettertechnisch etwas rauer werden und auch immer mehr Kreter erholen sich ab da vom Tourismus-Strom der letzten Monate (heißt, es sind viele Geschäfte und Retsaurants geschlossen) – wer den Sommer und goldenen Herbst so weit wie möglich verlängern möchte, dem empfehle ich deshalb es uns gleich zu tun und Anfang Oktober nach Kreta zu reisen.

Unser Hotel.
Dadurch, dass wir uns recht kurzfristig für Kreta entschieden haben, hatten wir zwar nicht super viele Hotels zur Auswahl (in einigen Bundesländern hatten schon die Herbstferien gestartet), aber dafür sehr viel Glück.
Unser Hotel lag im Osten der Insel, genauer gesagt in Elounda (ca. 7 km von Agios Nikolaos entfernt). Bekannt ist Elounda auch unter dem Namen „St. Tropez von Kreta“ weil es dort so viele 5-Sterne-Hotels wie nirgendwo sonst auf der Insel gibt. Wir haben quasi „zweite Reihe“ hinter den Luxus-Anlagen gewohnt – mit Blick aufs gleiche Meer, nur günstiger.

Urlaub auf Kreta im Oktober I Holidays on Crete in October
Das Elounda Palm Hotel ist nur 10 Minuten zu Fuß von Elounda entfernt und man fühlt sich dort sofort wohl. In unserem Last-Minute-Schnäppchen war sogar Halbpension inkludiert (hatten wir bis dato noch nie) und auch wenn ich immer gesagt habe „Halbpension ist laaaangweilig, es ist viel toller auswärts zu essen.“, muss ich jetzt durchaus zugeben, dass es sehr komfortabel ist, sich Abends gemütlich und ausgiebig am Hotelbuffet zu bedienen und danach ohne große Umwege ins Bett zu rollen.
Das Essensangebot im Elounda Palm Hotel war echt toll – es gab jeden Tag wechselnd mindestens 3 unterschiedliche Salate und Dips, mindestens 5 warme Gerichte und eine Hammer Desserts-Auswahl. Kurz: der Mann und ich haben 14 Tage gefressen als ob es kein Morgen gibt (wobei der Mann am nächsten Tag joggen war, während ich auf einem Liegestuhl unter einer Palme lag…)

Sonstiges
Man kann auf Kreta unheimlich viele Ausflüge machen und deshalb empfehle ich jedem, ein Auto für die Zeit auf Kreta zu mieten. Der Mann hat unser Auto von München aus organisiert, sodass wir nach unserer Landung in Iraklion einfach in die Karre springen und nach Elounda düsen konnten. Gebucht hatten wir über The Best Cars – das war super unkompliziert, sehr nett und würden wir jederzeit wieder machen.

Ausflüge
Da die Insel echt groß ist und Elounda im Osten liegt, haben wir uns einfach den Nord-Osten und den Süd-Osten vorgenommen und beschlossen, dass wir unbedingt noch einmal nach Kreta reisen müssen, um den Westen zu erkunden 😉 .

Urlaub auf Kreta im Oktober I Holidays on Crete in October
Was haben wir uns konkret angesehen?
Die Bucht von Elounda & Umgebung
Die Bucht von Elounda ist wirklich absolut malerisch. Das Meer ist ganz ruhig und der Ort ist nicht annähernd so überlaufen wie Agios Nikolaos. In der Bucht liegt die Insel Spinalonga. Damit meine ich nicht die ihr vorgelagerte Insel Kalidon, die bis 1957 ein Verbannungsort für Leprakranke war und zu der täglich Bus- bzw. Bootsladungen von Touristen gebracht werden, sondern die größere Insel dahinter.
Spinalonga kann man über eine Brücke erreichen und wenn man dem Kiesweg über die Mitte der Insel folgt, tun sich auf der Nordseite super schöne und auch einsame Buchten auf.

Kulinarisch kann ich jetzt gar nicht so viel empfehlen (die Halbpension ist Schuld…) aber beim Vorbeigehen machte die Taverne Ferryman einen besonders schönen Eindruck. Sie liegt direkt am Meer, hat eine offene Küche und die Gerichte auf den Tellern sahen alle sehr lecker aus.

Höhlentour und eine perfekte Mittagspause
Für einen Halbtagesausflug von Elounda aus, eignet sich die Höhle von Milatos. Sie ist zwar nicht groß, sehr dunkel (Handy nicht im Auto vergessen… soll ja mal vorkommen *uppps*) aber super schön in den Bergen gelegen. Und wenn man schon mal dort ist, dann muss man unbedingt noch bis Kounali weiter fahren, wo sich die gleichnamige Taverne befindet (kann man nicht verpassen). Das Essen ist dort toll und man fühlt sich fast als Teil der Familie.

Auf den Spuren des Olivenöls
Agios Nikolaos fanden wir ok, aber wir haben nicht allzu viel Zeit dort verbracht, weil es einfach nicht viel zu sehen gibt.
Umso netter fand ich einen Besuch in der Cretan Olive Oil Farm. Diese liegt an einer Zufahrtsstraße nach Agios Nikolaos und ist wirklich einen Besuch wert. Das Team der Farm vermittelt mit viel Leidenschaft und Herzblut Wissenswertes über Olivenöl und den traditionellen Anbau und die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte auf Kreta – und das, ohne einem ein „Disney-Land-Gefühl“ zu vermitteln (was ja leider oft der Fall bei solchen Touren ist.)

Neben der geführten Tour (5 € pro Person; dauert ungefähr 30 Minuten), kann man auch einen Keramikkurs oder einen Kochkurs buchen. Im angrenzenden Shop findet man ein sehr liebevoll gestaltetes Sortiment an Leckereien, Keramiken usw. – unter anderem haben wir dort eingelegte Kapern gekauft und die sind echt ein Gedicht.

Ebenfalls ist mir der Ort Kritsa, der oberhalb von Agios Nikolaos liegt, in Erinnerung geblieben. Ich kann mir zwar vorstellen, dass dort im Hochsommer richtig viel los ist, aber in der Nachsaison war es in diesem kleinen Bergdörfchen richtig gemütlich. In der Dorfmitte ist eine schattige Taverne und gegenüber befindet sich der Supermarkt Philema. Dort haben wir die besten Olivenöle unseres Urlaubs gefunden.
Wir wurden unheimlich toll beraten, durften verschiedene Sorten testen (unglaublich, was man für Unterschiede raus schmecken kann!) und zelebrieren jetzt regelrecht jedes Mal, wenn wir unsere Tomaten mit dem Olivenöl beträufeln.
Neben der Besichtigung der Kirche Panagia Kera mit ihren jahrhundertealten Fresken kann man von dort auch durch die Chauga-Schlucht wandern.

Urlaub auf Kreta im Oktober I Holidays on Crete in October
Der Nord-Osten und ein bisschen in den Süden
Auf der Küstenstraße nach Vai
Von Agios Nikolaos kommt man über die Küstenstraße gen Osten nach Sitia und gelangt von dort nach Vai Beach. Vai kennt man von den Postkarten; ich sag nur goldgelber Sandstrand, grüne Palmenhaine und türkisblaues Wasser. Man fühlt sich tatsächlich wie in der Karibik und ich fand es dort sehr schön. Nichts desto trotz kann ich mir vorstellen, dass im Sommer dort richtig viel los ist.

Durch die Lassithi Hochebene
Immer wieder erstaunlich fanden wir, wie schnell man von den Küstenstraßen plötzlich in den Bergen ist. Die Serpentinen hinauf sind echt steil und so kommt es, dass sich oft binnen kürzester Zeit die Landschaft ändert. Besonders eindrucksvoll haben wir das auf unseren Ausflug zur Lassithi Hochebene empfunden (die Straße ist ausgeschildert und startet zwischen Malia und Chersonisos). Auf dem Weg dorthin lohnt sich ein Abstecher zu dem Dörfchen Krasi, das für seine 2.000 Jahre alte Platane (16 Meter Umfang, unter dem Blätterdach befinden sich mehrere (!!!) Tavernen) bekannt ist.

Auf der Hochebene angekommen, sind der Mann und ich gemütlich durch die Landschaft ge-cruist und haben uns nicht die berühmte Dikti-Höhle (hier soll Zeus geboren worden sein) angesehen. Irgendwie hatten uns die ganzen Busse mit Touristen abgeschreckt und wir haben stattdessen einen Frappé mit Blick auf die grüne Ebene getrunken (und in dem angrenzenden Shop Olivenöl gekauft…).

Ein kurzer Abstecher in den Süden
Von Agios Nikolaos aus ist man ebenfalls recht schnell im Süden der Insel (Straße ab Gournia). Wir haben uns Ierapetra angesehen und sind am Lybischen Meer entlang gen Westen gefahren. Ob man es glaubt oder nicht – die Landschaft, Vegetation und selbst das Wetter sind im Süden tatsächlich anders als im Nordteil der Insel. Da wir die Landschaft im Gesamten auf uns wirken gelassen haben und uns nichts im Speziellen angesehen hatten, habe ich keinen speziellen Tipp für Euch.

Iraklion und Umgebung
Iraklion ist die größte Stadt von Kreta, sie ist typisch südländisch – ein bisschen hektisch und wuselig. Wenn man sich mal einen Tag Pause von Strand oder Pool gönnen möchte und stattdessen Lust auf etwas Trubel hat, bietet sich ein Besuch an – vor allem die Altstadt mit den venezianischen Gebäuden fand ich sehr hübsch. Enttäuscht war ich hingegen von der oft sehr blumig beschriebenen Marktgasse.

Knossos
Ja, und wenn man schon auf Kreta ist, darf es nicht fehlen, dass man sich auf die Spuren der Minoer begibt und sich eine der vielen archäologischen Stätten der Insel anschaut. Hierfür ist vor allem Knossos, das vor 4.000 Jahren die Hauptstadt der Minoer war, prädestiniert. Mein Tipp: schaut, dass Ihr Euch eine 3-D-Rekonstruktion des Palastgeländes vor der Besichtung anschaut – das macht das ganze noch faszinierender.

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Ein kurzer Sprung in den Westen
Da unser Flug gen Heimat erst am Abend startete, haben wir den letzten Tag genutzt, um nach Rethymnon zu fahren. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, dem Mix aus venezianischen und osmanischen Bauten, der Festung und dem alten Hafen hat es uns sehr angetan und wir wären am liebsten länger geblieben. Wenn wir noch einmal nach Kreta reisen, steht ein ausgiebigerer Besuch von Rethymnon jetzt schon auf dem Programm.
Zum Abschluss unseres Urlaubs waren wir im Restaurant Lemon Tree Garden zu Mittag essen. Hier haben wir uns Meze für zwei Personen, die aus 13 Einzelgerichten bestanden, bestellt. Super lecker und absolut empfehlenswert!

Und sonst so?
Neben den Ausflügen, kann man auf Kreta herrlich entspannen. Man nehme sich sein Handtuch, schiebe eine Liege unter eine Palme (aber bitte so, dass man das Meer sehen kann), schalte den Kindle an und döse immer mal wieder ein. Herrlich!
Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen neugierig auf Kreta machen und kann es kaum erwarten den anderen Teil der Insel zu erkunden.


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