Hase im Glück

Städtetrip – Rom 2016

Ein Kurzurlaub in der Ewigen Stadt … oder
… 65 Kilometer in 4,5 Tagen zu Fuß durch Rom //

Rome City Trip - View from Villa Borghese gardens I haseimglueck.de
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Meine Top-Highlights:
Unterkunft über Airbnb buchen, wie zum Beispiel DIESE
Vormittags einen Espresso in der Bar Romoli trinken
In der Gelateria Giolitti mindestens ein Mal ein Eis essen
Eine Flasche Franciacorta kaufen und auf Rom anstoßen
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Rome City Trip - Piazza Navona I haseimglueck.de

Rome City Trip - Piazza Navona I haseimglueck.de

Trommelwirbel, Tusch, Konfettiii!!! Nachdem ich jahrelang (ok, den Blog hier gibt es erst seit knapp eineinhalb Jahren, aber Ihr wisst schon…) die vom Mann und mir getätigten Reisen für den Blog zusammenfassen wollte, ist es nun endlich soweit: letzte Woche um die Zeit noch in Italien und heute drücke ich schon auf den „Veröffentlichen“-Knopf – auf geht’s nach ROMA!

Wie sehen unsere Städtereisen aus?
Sowohl der Mann als auch ich gehören beide nicht zu der Sorte Reisenden, die minutiös planen, was wie und in welcher Zeit angesehen werden muss. Ich gebe zu, dass ich durchaus einen Hang dazu hatte bevor ich den Mann kennen gelernt habe und dank ihm erfahren durfte, dass man auch ohne großen Plan und ganz entspannt die Must-Haves (und noch viel mehr) sehen kann (hatten wir zum ersten Mal in New York ausprobiert und hat fantastisch geklappt).
Vor dem Hintergrund, genug „Schlender-Zeit“ zu haben und auch mal zwischendrin die Seele baumeln lassen zu können (selbst so ein Kurztrip ist ja Urlaub), finde ich es perfekt, für die Erkundung einer neuen Stadt vier bis fünf Tage einzuplanen. Dann ist man nicht unter Zeitdruck, kann die Stadt als solche auf sich wirken lassen und hat im besten Fall sogar noch Zeit, sich die Gegend um die Stadt herum anzusehen.

Wo haben wir in Rom gewohnt?
Wir sind und bleiben große Airbnb Fans, denn: man hat seine eigenen vier Wände, kann sich auch mal selbst verpflegen und muss sich nicht in eine überteuerte Schuhschachtel quetschen, wenn man kein Hotel-Schnäppchen gefunden hat. Diesmal hatten wir wieder großes Glück mit unserer Unterkunft – Ihr findet sie HIER.
Wir haben in einer 1,5 Zimmer-Rooftop-Wohnung am Copelle Platz, genau zwischen der Piazza Navona und dem Pantheon gewohnt. Wenn man das im Hinterhof gelegene (recht steile) Treppenhaus bis in die oberste Etage bewältigt hat, kommt man in ein helles, schönes Apartment mit einer kompletten Küchenausstattung und – schon wieder Trommelwirbel – einer riesigen Dachterrasse. H-A-M-M-E-R!


Rome City Trip - Our great Airbnb-Accomodation I haseimglueck.de

Die Wohnung ist wie eine kleine Oase inmitten dieser wuseligen Großstadt und vor allem die Terrasse ist echt ein Traum. Drumherum findet man in einem Radius von 50 Metern bestimmt 10 Restaurants, in Laufweite ist ein Coop und ein Carrefour (in beiden Supermärkten sind die Kassierinnen gleich unfreundlich…) und wenn man abends noch mal kurz das Haus verlässt, um zum Supermarkt zu huschen und den Rotweinvorrat aufzustocken, fühlt man sich fast wie eine Römerin. Ich kann das Appartement absolut empfehlen!

Was haben wir uns alles angesehen?
Wir haben uns soweit alles angesehen, was man sich während eines Rom-Aufenthalts ansehen sollte. Wenn man im Zentrum von Rom wohnt, kann man locker alles zu Fuß unternehmen und wir sind tatsächlich in den viereinhalb Tagen insgesamt 65 Kilometer zu Fuß rumgelaufen (dank der iPhone Health-App waren wir jeden Abend – mit Nudeln im Bauch, einem Glas Rotwein in der Hand – super stolz auf uns).

Die 65 Kilometer hören sich nach richtig viel an, sie sind auch richtig viel, aber das muss nicht sein. Denn: wenn man sich so wie der Mann und ich schon bei einem Rund(!!!)weg um den Spitzingsee verläuft und dann die Bahn zurück zum Auto nehmen muss (es war Heilig Abend, wir haben uns im Wald verlaufen, es wurde langsam dunkel, es war kalt, ich musste mal…), der verläuft sich auch in so einer übersichtlichen Stadt wie Rom. Also bitte lasst Euch von unseren 65 Kilometern nicht abschrecken – das ganze ist bestimmt auch in 30 Kilometern machbar (die 1,50 €, die man bei einer der vielen Touri-Infos für einen Faltstadtplan bezahlt, sind trotzdem gut angelegtes Geld, weil die Straßen doch recht verwinkelt sind.)

Rome City Trip - Roman Forum I haseimglueck.de

Rome City Trip - Roman Forum I haseimglueck.de

Schlendert man von der Piazza Venezia in Richtung Kolosseum, ist das echt ein Film. Man hat im Gefühl, ein riesengroßes Freilicht Museum zu betreten (was es ja im Grunde auch ist) und ist völlig überwältigt von den alten Bauten. Besonders toll fand ich den Palatin (Eingang Palatin/ Forum Romanum, gegenüber vom Kolosseum), von dem aus man einen tollen Blick auf das Kolosseum, das Forum Romanum und auf ganz Rom hat.

Das Kolosseum an sich fand ich persönlich von außen schöner als von innen. Vielleicht lag das daran, dass an dem Tag, an dem wir dort waren, ein fieser kalter Wind durch die Gemäuer pfiff und dass der Mann und ich, die wir da studienrat-like mit unserem Audiophone standen und uns die geschichtlichen Hintergründe anhörten, von etlichen Schulklassen angerempelt wurden. Ja, ich gebe zu, dass ich dort eher an unser kuscheliges Bett und meine rote Wärmflasche als an die Gladiatorenkämpfe gedacht habe.

Rome City Trip - Colosseum I haseimglueck.de

Rome City Trip - Tiber & St. Peter's Basilica I haseimglueck.de

In der Innenstadt hat mir besonders der Trevi Brunnen gefallen. Eigentlich wollte ich ja „La Dolce Vita“-mäßig wie Anita Ekberg im Trevi Brunnen baden und ganz laut „Marcellooooo“ rufen, aber aufgrund der Horden an Touristen am Tag und unserer Faulheit am Abend wurde nichts daraus. Der weiße Brunnen vor dem blauen Himmel ist auch ohne badende Sandra toll.

Darüber hinaus waren wir im Pantheon (die Kuppel und ihre Statik ist absolut überwältigend), am Piazza Navona (konnte uns als Toskana- und damit Siena-Fans nicht vom Hocker hauen), am Campo de‘ Fiori (der Markt dort ist super hübsch) und sind durch die schönen Gässchen geschlendert (oder in Wahrheit: haben in den schönen Gässchen den richtigen Weg gesucht).

Die Spanische Treppe wurde während unseres Aufenthalts renoviert (oder sagt man bei so einem Bauwerk restauriert? Egal!), sodass wir leider nicht das allseits beschriebene Rom-Flair mit auf der Treppe sitzenden Menschen erleben konnten. Ich persönlich denke ja, dass Mitte März gaaanz bestimmt eh niemand dort auf den kalten Steinen gesessen wäre und wir alleine deshalb noch einmal im Sommer nach Rom reisen müssen.

Rome City Trip - Fontana di Trevi I haseimglueck.de

Rome City Trip - Ponte Sant'Angelo I haseimglueck.de

Den Vatikan haben wir uns auf zwei Tage aufgeteilt. An dem einen Tag haben wir uns am Nachmittag den Petersdom angesehen, sind die Kuppel hochgestiegen und waren absolut begeistert von dem Blick auf Rom. Wenn man dann in der Abendsonne vom Vatikan aus Richtung Tiber spaziert (ist so idiotensicher, dass man sich nicht verlaufen kann) und sowohl die Engelsburg wie auch die Engelsbrücke wunderschön angeleuchtet sind, bekommt man fast eine Gänsehaut.

Im zweiten Vatikan-Teil haben wir uns das Vatikan Museum und im Zuge dessen selbstverständlich die Sixtinische Kapelle angesehen. Was soll ich sagen, so langsam gehen mir die „super-toll-grandios-Hammer“-Wörter aus. Die Sixtinische Kapelle ist absolut beeindruckend. Toll (!!!) fand ich auch die Sammlung der Modernen Religiösen Kunst auf dem Weg zur Kapelle, an der gefühlt 80% aller Besucher vorbei gerast sind. Hier findet man Werke von Auguste Rodin, Marc Chagall, Paul Gauguin, Wassily Kandinsky, Paul Klee und und und. Also: für das Vatikan Museum Zeit mitbringen!

Rome City Trip - St. Peter's Basilica I haseimglueck.de

Rome City Trip - St. Peter's Basilica I haseimglueck.de
x
 

Rome City Trip - Ponte Vittorio Emanuele II I haseimglueck.de

Rome City Trip - Vatican Museums I haseimglueck.de
 

Den Park um die Villa Borghese haben von der Piazza del Popolo aus erkundet. In der Kunstausstellung waren wir zwar nicht, aber dieser malerische Park inmitten von Rom ist eine wundervolle Abwechslung zu den ganzen imposanten Steinbauten in Rom (und selbst hier haben wir uns auf der Suche nach einer Toilette verlaufen!).

Last but least haben wir am Ende unseres Aufenthalts eine Stadtrundfahrt mit einem Doppeldeckerbus gemacht. Genau, erst am Ende und ja, ich kann das absolut empfehlen. Während die anderen Leute wild knipsend im Bus umher sprangen und nicht mitbekamen, was ihnen per Kopfhörer mitgeteilt wurde, saßen der Mann und ich mega entspannt da, murmelten uns ab und an ein „stimmt, weißt Du noch, hier hatten wir uns doch verlaufen…“ zu, schauten uns alles aus einer anderen Perspektive an und bekamen noch zusätzliche Infos über Rom geliefert.

Rome City Trip - Forum of Augustus I haseimglueck.de

Und wo haben wir gegessen?
Ich finde es immer total toll, bei anderen Bloggern mitzubekommen, was für fancy Restaurants und Cafés sie während ihres Urlaubs besucht haben, aber… das sind wir nicht. Das Ziel unserer Nahrungsaufnahme hatte nur fünf Buchstaben: P-A-S-T-A!!! Und die gibt es nun mal besonders lecker (erschwinglich und in großen Portionen) in in kleinen Nebenstraßen gelegenen Restaurants mit rot-weißen-Tischdecken und einem lecker Hauswein.
Ganz ehrlich – ich habe keinen besonderen Restaurant-Tipp für Euch. Es war überall lecker. Lasst Euch einfach treiben und schaut, wo Italiener sitzen und speisen und – tataaa – ran an die Pasta!

Auch nicht wegzudenken – der gute Espresso. Den bekommt man natürlich überall, aber ich finde, dass nichts über eine italienische Cafe Bar geht. In der Nähe unserer Unterkunft liegt die Romoli Bar (unweit von der Piazza Navona, Via Giuseppe Zanardelli, 31, siehe HIER), die genau meiner Vorstellung einer italienischen Bar entspricht: wuselig, starker Kaffee, leckere kleine Gebäckteilchen, viele Italiener, Ihr wisst schon.

Rome City Trip - Roman Forum I haseimglueck.de

Und was braucht man zum guten Schluss? Genauuuu – ein Eis! Und zwar DAS Eis! Nachdem der Mann und ich uns (natürlich) verlaufen hatten, haben wir DIE Eisdiele Giolitti gefunden. Was soll ich sagen? Boah! Ich hatte ein Dunkle Schokolade Eis und dachte, ich schlecke an einem Eis-Brownie. Wenn Ihr in Rom sein solltet, müsst Ihr unbedingt bei Giolitti (‪Via Uffici del Vicario 40‬) ein Eis essen gehen (Tipp: erstmal schauen, was Euch so anlacht, dann an der Kasse bezahlen und erst dann an der Theke gezielt die Eissorten bestellen… nicht dass man den Verkehr dort aufhält… rein theoretisch natürlich…)

Und zum Schluss-Schluss? Da geht Ihr in einen Supermarkt, kauft eine Flasche Franciacorta und stoßt auf Italien und das Leben an. Ein Franciacorta ist ein italienischer Schaumwein aus der Lombardei, der wie Champagner, also sehr lecker, schmeckt. Da die Trauben nun mal aus Italien und nicht aus der Champagne kommen, darf sich das Tröpfchen nicht Champagner nennen, was auch nicht schlimm ist, weil er dadurch erschwinglich ist und somit an einem Dienstagabend eine Flasche zu zweit ohne schlechtem Gewissen vernichtet werden kann.

So, eigentlich wollte ich Euch hier noch unsere Erkenntnisse auflisten, aber das mache ich ein anderes Mal. Ich freue mich, wenn Ihr bis hierher gelesen habt und fände es toll, wenn Ihr mir in den Kommentaren mitteilen würdet, ob der Bericht so ok war bzw. was Ihr Euch mehr/ weniger in meinen Reiseberichten wünschen würdet. Grazie und Salute!!!

Rome City Trip - Tiber & St. Peter's Basilica I haseimglueck.de


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /kunden/434876_81379/webseiten/wp_versuch1/wp-includes/class-wp-comment-query.php on line 405

6 thoughts on “Städtetrip – Rom 2016

  1. Was für ein schöner Bericht mit bombastisch tollen Bildern! Ich muss unbedingt auch wieder nach Rom – war 2004 das letzte Mal und das kann als Italienisch-Lehrerin ja nicht angehen 🙂 Deinen Stil find ich toll – ich möchte ja keinen Stadtführer, sondern persönliche Erlebnisse und Tipps, also gerne weiter so!

    Liebe Grüße
    Nathalie

    • Hi Natalie,
      wie???? Du bist Italienisch-Lehrerin und warst so lange nicht mehr in Rom???? Dann mal auf in die Planung 😉
      Mein Mann und ich sind ja totale Italien-Fans und ich war auch jetzt erst in Rom – irgendwie verschlägt es uns halt am Ende dann doch immer wieder in die wunderschöne Toskana. Vielen Dank auch für Dein Feedback – beim nächsten Urlaub werde ich wieder Tipps sammeln und davon berichten!
      Liebste Grüße sendet Dir,
      Sandra

  2. Servus Sandra 🙂
    Und gleich mal Salute! Gell, das Wichtigste immer gleich vorne weg 😉

    Wow, was für tolle Bilder!! Sehr sehr schön!

    Ich will ja schon eeeewig mal nach Rom, hab es aber bis jetzt nicht geschafft. Ist es denn die Möglichkeit?! EIn bisschen Panik habe ich immer vor den ganzen Touris, also weil es ja dort so überlaufen sein soll. Aber am Ende ist es auch egal, denn wenn ich deine Bilder sehe, dann weiß ich wieder: Ich muss da hin!

    Schade, dass das mit der Badeaktion am Brunnen nicht geklappt hat. Ein Jammer! Vielleicht beim nächsten Mal, hihihiihihiii

    Allerliebste Grüße nach München
    Katja

    • Ciao ciao Katja,
      oder soll ich lieber sagen „hey, Girl, welcome back from NYC“?
      Ob nun New York oder Rom – Hauptsache Pasta und Rotwein, oder? Wobei der Rotwein in Rom wirklich seeeehr gut geschmeckt hat 😀 Von dem her, Rom ist echt eine Reise wert und wenn Du Dich in der Nebensaison auf den Weg machst (ich würde jetzt lügen wenn ich sagen würde, dass keine Touris unterwegs waren, aber es ging noch), dann bleibt man mit etwas Glück am Leben und wird nicht von abertausenden Handysticks aufgespießt 😉 Hach, die Stadt ist zwar voll aber auch schön – und wenn man dann leicht angedüdelt nach einer halben Flasche Rotwein nach dem Mittagessen durch die Straßen schlendert, ist sie auch wahnsinnig entspannt 😀
      Beim nächsten Mal Rom werde ich vielleicht im kleinen Schwarzen am Brunnen auflaufen – wenn schon nicht im Trevi Brunnen baden, dann wäre doch wenigstens ein dramatischer Auftritt (ich im kleinen Schwarzen inmitten etlicher Japaner mit Handysticks) ganz witzig!
      Meine Liebe, ich drücke Dich feste!
      Liebste Grüße,
      Sandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *