Hase im Glück

Zwetschgen Portwein Kompott

Zwetschgen und ich werden in diesem Jahr keine Freunde … oder
… darauf erstmal ein indirektes Gläschen Portwein

haseimglueck.de Rezept, Zwetschgen-Portwein-Kompott 1

Heute war es soweit: mir hat das, was ich mit viel Liebe und Zuneigung zubereitet und fotografiert habe, nicht geschmeckt. Ich will ja nicht sagen, dass ich drauf gewartet habe, aber irgendwann musste es ja mal soweit kommen.
Mich hatten die ganzen Zwetschgen-Rezepte auf den anderen Blogs angesteckt und ich wollte auch unbedingt was Feines aus dem Steinobst zaubern. Meine Wahl fiel auf Quarkknödel mit Zwetschgen-Portwein-Kompott und ich hab mich super darauf gefreut, weil sich das Rezept, das ich nach langem Suchen gefunden hatte, so lecker angehört hat. Ich hab noch nie Quarkknödel gegessen und da unser Haushalt gerade ein Quark-Renaissance feiert (mit Obst, Walnüssen und Honig zum Frühstück), dachte ich mir, dass das ein Zeichen ist und ich auch mal mit Zwetschgen gefüllte Quarkknödel machen sollte.

Also wurden 2 Kilo Zwetschgen gekauft (Quark haben wir eh zu Hauf im Haus) und ich stieg in die Planung ein. Zuerst wurde der Zwetschgen-Portwein-Kompott gekocht – und der ist wirklich lecker. Dann habe ich die Knödel zubereitet und hübsch in Szene gesetzt. Als ich stolz und glücklich ins Wohnzimmer kam, gab es schon ein Vorzeichen. Denn der Mann rief freudig: „Hmmm, lecker, endlich was Herzhaftes!“ – ich: „Öhhhh, nöhhh, das sind Quarkknödel.“ – er: „Aha…“ (Pause) „… bestimmt auch lecker.“ Da saßen wir beide, pickten in unsere Quarkknödel und schwiegen. Ich war soooo enttäuscht (und der Mann eh, denn dem war ja nach was Herzhaften). Ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich denke, ich bin eher für Semmelknödel und Schweinebraten gemacht – Knödel müssen herzhaft gegessen werden und der Quark bleibt zum Frühstück.

Nachdem ich meine ganzen Fotos gelöscht, einen „Ich hasse Quarkknödel“-Beitrag verfasst und diesen ebenfalls gelöscht habe, wurde der Zwetschgen-Portwein-Kompott so ganz ohne was ausgelöffelt. Geht auch. Mit den verbleibenden Zwetschgen habe ich dann einen Datschi gebacken und diesen sofort eingefroren. Keine Lust mehr auf fotografieren, ihr blöden Zwetschgen. Der Datschi wird im Winter bestimmt eh viel leckerer schmecken – aufgetaut, mit Schlagsahne und der verblassten Erinnerung an den Quarkknödel-Versuch. Nichts desto trotz möchte ich euch aber nicht das Zwetschgen-Portwein-Rezept vorenthalten, das kann ich absolut empfehlen. So, und als nächstes wird es wieder was Herzhaftes geben.

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Zutaten Zwetschgen-Portwein-Kompott
500 g Zwetschgen
1 Vanilleschote
150 g Zucker
350 ml Portwein
½ Stange Zimt
⅛ frisch geriebene Tonkabohne

Zubereitung Zwetschgen-Portwein-Kompott
Die Zwetschgen waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen.

Den Zucker in einem Topf schmelzen, bis er hellbraun karamellisiert. Den Portwein dazugeben und so lange rühren, bis sich der feste Karamell wieder löst. Zimtstange, Abrieb der Tonkabohne und Vanillemark zugeben und bei schwacher Hitze auf die Hälfte einkochen (um die 10 bis 15 Minuten).

Die Zwetschgenspalten in den Sud geben, das ganze noch einmal 10 Minuten kochen und etwas abkühlen lassen.

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