Hase im Glück

SMOOTHIE: Pflaumen, Zimt & Mandelmilch

Von der Geräuschkulisse in Wiesn-City… oder
… doch nicht so schlimm wie angenommen //

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Sodala, jetzt hat auch mich die erste Herbsterkältung angeflogen. Schlapp und etwas unmotiviert tippe ich gerade mit einer Wärmflasche auf den Beinen, einem heißen Tee links und Schokolade (ist ja ein Superfood!) rechts von mir noch schnell meinen Text für meinen Monats-Smoothie runter. Ist ja schon der 30.! Jaaaa, ich habe heute etwas erstaunt feststellen müssen, dass der September nur 30 Tage hat…

Was gibt es neues aus Wiesn-City? Ich hatte Euch ja einen Zwischenbericht versprochen und muss gleich zu Beginn sagen: so schlimm, wie ich mir meine Busfahrten an der Theresienwiese vorbei von der Arbeit nach Hause vorgestellt hatte, ist es dann doch nicht. Eigentlich im Gegenteil: es ist amüsant.

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Anfang letzter Woche beispielsweise sind zwei völlig betrunkene Amerikanerinnen in den Bus eingestiegen und aus der Tasche der einen dudelte lautstark Musik („Highway to hell“ oder so). Um die Musik zu übertönen (und ich denke aufgrund ihres Alkoholpegels, der ja so manch ein Sinnessorgan ausschaltet) unterhielten sie sich nicht, sondern brüllten sich an – bis eine von den beiden feststellte, dass das ja ihr Handy ist, das so laut Musik macht. Gekreische, Gelache, Gequietsche, alles selbstverständlich absolut hysterisch und bietrunken, folgte. Ich saß da in meinem Hosenanzug und musste mitlachen. Was die wohl alles erlebt hatten, während ich brav am Schreibtisch saß…

Ab Mitte letzter Woche habe ich dann nicht allzu viel aus Wiesn-City mitbekommen, weil ich arbeitstechnisch auf einer Tagung außerhalb von München war. Am Freitag Abend ging es mit dem Zug wieder nach Hause und dank der Deutschen Bahn kam ich nicht wie geplant um 22 Uhr am Hauptbahnhof an, sondern um 23 Uhr. Wiesn-Ende sage ich nur. Hammer! Ich hätte mal lieber ein Bier im Zug trinken sollen!

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Der besorgte Mann holte mich mit dem Auto vom Bahnhof ab und statt der Begrüßung „Hallo Hase, schön, dass Du wieder da bist!“ kam nur ein „Hase, kannst Du bitte das Beifahrerfenster schließen? Ich will nicht, dass uns jemand ins Auto kotzt.“ Ihr lacht jetzt, aber es war wirklich so.
Wir fuhren also mit 15 km/h die Hauptverkehrsstraßen entlang nach Hause (um zu uns zu kommen, müssen wir an der Theresienwiese vorbei, geht nicht anders) und wichen sowohl Besoffenen, die überall rumstolperten als auch geldgierigen Taxifahrern, die Vollbremsungen einlegten, um Leute in ihr Auto einzuladen, aus. Wäre auch mal eine Idee für ein Computerspiel: „Wiesn-Besuchern um 23.30 Uhr in München ausweichen“. Daheim hatten wir noch Rotwein und das erste Glas musste ich erstmal runter exen.

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Am Wochenende war es dann recht ruhig. Außer ein paar Würgegeräuschen, die von Samstag auf Sonntag von der Straße zu uns ins Schlafzimmer hallten, gab es keine Zwischenfälle. Dafür muss man wissen, dass das mittlere Wiesnwochenende das sogenannte „Italiener Wochenende“ ist. Schon so lange ich denken kann, fällt an eben diesem Wochenende halb Italien in München ein, die Headlines der lokalen Tageszeitungen sind auf italienisch und man kann eine besonders hohe Dichte an italienischen Wohnmobilen auf den Straßen beobachten. Diese Wohnmobile haben ein Ziel: den Campingplatz in Thalkirchen, der eine U-Bahnstation von unserer entfernt ist.

Wenn also ein Italiener „ein bisschen“ zu viel getrunken hat, in der U-Bahn eingepennt ist (was durchaus vorkommen kann) und erst eine Station später bemerkt, dass er zu weit gefahren ist, dann steigt er an „unserer“ U-Bahn-Station aus, geht „unsere“ Straße zurück nach Thalkirchen entlang und übergibt sich erstmal heftig. So viel zu meiner Theorie. Isn’t it herrlich?

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Und während halb Amerika, Australien und Italien nur wenige Kilometer von meiner Küche entfernt auf den Bierbänken steht und versucht, „Atemlos“ von Helene Fischer mitzugrölen, oute ich mich, dass ich in diesem Jahr noch nicht auf der Wiesn war. Und ja, ich habe nicht im Gefühl, etwas verpasst zu haben. Aber ich werde bis Ende dieser Woche beobachten, wie es weiter gehen wird und freue mich darauf, bald meine Stadt wieder für mich zu haben.
Jetzt verdrücke ich mich mitsamt Wärmflasche, meinem Tee und der Schoki ins Bett! Ganz crazy schmettere ich Euch jetzt mit meinem Herbst-Smoothie ein „Oans Zwoa Drei Gsuffa“ zu und stoße virtuell  mit Euch an.

(P.S. ab jetzt werde ich nicht mehr mein „Free Ticket… for 1 recipe“ Logo einfügen. Für den September sind hier 12 Rezepte zustande gekommen. 12 x 5,40 € = 64,80 € = 1 IsarCard + 1 Streifenkarte, die ich am Wochenende zu der neu eingerichteten Flüchtlings-Ersteinrichtung in unserer Nachbarschaft bei den alten Siemenswerken bringen werde).

SMOOTHIE: Pflaumen, Zimt & Mandelmilch
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Zutaten
Portionen
Zubereitung
  1. Die Pflaumen waschen. Pflaumen und Dattel entkernen und grob schneiden.
  2. Pflaumen, Dattel, Zimt und Mandelmilch in den Standmixer geben und zwei Minuten mixen.
  3. Gut kühlen. Fertig!
www.haseimglueck.de

8 thoughts on “SMOOTHIE: Pflaumen, Zimt & Mandelmilch

  1. Zuerst einmal: Sandra, der Smoothie sieht toll aus und klingt absolut herrlich. Perfekt für den Herbst, würde ich mal sagen 🙂
    Zweitens: Ach, die Wiesn. Ich habe letztens eine Doku über die Wiesn-Wirte geschaut (Frag nicht, ich lag mit Fieber auf der Couch und wollte nur irgendwas sehen, bei dem nicht geballtert wird und was den Kopf nicht anstrengt) und war ganz fasziniert, mit wie viel Herzblut da alle dabei sind. Trotzdem denke ich jedes Mal: Puuuh, die Kieler Woche ist ja schon Ausnahmezustand. Wie ists dann erst in München?
    Bald hast du es auf jeden Fall geschafft und bis dahin heißt es: Weinchen trinken und cool bleiben 😉
    Die liebsten Grüße zu dir, Mia

    • Hallo liebe Mia,
      da ich gerade noch nicht in Pflaumen-Streusel-Laune bin, dachte ich mir, dass ich die Früchtchen einfach mal in den Mixer schmeissen könnte. Ist echt super lecker und der Zimt ist das i-Tüpfelchen 😉 Ein bisschen enttäuscht war ich wegen der Farbe – im Internet waren die alle so knallrosa, aber wie schon auf Instagram gesagt wurde: im Herbst ist ocker das neue rosa 😀
      Mit Herzblut geht es hier auf der Wiesn auf alle Fälle zu – alleine wenn ich sehe, was da für aufwendige Flechtfrisuren mit mir in der U-Bahn stehen, bin ich echt beeindruckt. Ich erinnere mich noch gut an unsere Wiesnbesuche während der Schulzeit (so 11-mal während der 16 Tage…) – irgendwie ist mir die Volksfest-Stimmung in den letzten Jahren abhanden gekommen, aber ich habe gehört, dass es dieses Jahr wieder entspannter zugehen muss. Vielleicht statte ich der Wiesn doch noch einen Besuch ab!?!
      Ich drücke dich ganz feste!
      Liebste Grüße (aus einem mittlerweile richtig kalten München 😉 )
      Sandra

  2. Ach Mensch du Arme, jetzt hat es dich auch erwischt. Herbst, halt…
    Boah, um 23 Uhr zum Wies’nende am Bahnhof anzukommen war bestimmt auch ne Grenzerfahrung. Aber bei der Schilderung eurer Heimfahrt musste ich schon ein bisschen lachen 😀
    Zum Glück hat das bald ein Ende und München verwandelt sich wieder in eine idyllisch ruhige Stadt (auf die ich mich schon freu :-)).
    Aus Pflaumen einen Smoothie zu zaubern ist mir auch noch nicht in den Sinn gekommen. Dann auch noch mit Zimt. Mhhh lecker, mehr Herbst im Glas geht einfach nicht 🙂
    Wünsch dir schnelle Besserung, meine liebe und sende dir allerliebste Grüße in den Süden!
    Kimi

    • Hallo Kimi!
      Jaaaa, der Herbst. Mein Körper stellt sich gerade auf die kälteren Temperaturen ein und meine Wärmflasche ist tatsächlich in diesen Tagen meine treueste Begleiterin 😉 . Ich hatte ja ehrlich gesagt etwas Skrupel, das Thema „würgende Italiener“ mit einem Rezept zu verbinden, aber irgendwie wollte ich Euch an dem Geschehen hier teilhaben lassen 🙂 🙂 🙂 Nächste Woche ist dann alles wieder in geordneten Bahnen 😉
      Smoothies werden jetzt wieder häufiger gemacht – wäre doch gelacht, wenn ich nicht der Herbsterkältung die Stirn bieten könnte!
      Liebste Grüße sendet Dir,
      Sandra

  3. Sandraaaa, du bist einfach die Beste! Ich sage es dir, niemand schafft es, einen Foodbeitrag zu machen, in diesem Fall hier über einen Smoothie, und darin von würgenden Italienern zu schreiben! Herrlich. Man sollte meinen, das geht nicht. Doch! Und ich habe mich königlich amüsiert gerade beim Lesen. Großartig! Sind es nicht auch leider die Italiener, die am wenigsten vertragen? Also leider wegen dem Nachhauseweg durch eure Straße 😉 hihihihihi
    Ich find die Wiesn ja auch zu arg. Dann schon eher Kölner Karneval, wobei der mir auch fast schon zu wild ist, Man wird alt. Also ich! 😉
    Dann schau mal, ob du doch noch auf die Wiesn gehst. Ich würde es mir ja wünschen, um noch ein paar lustige Stories lesen zu können.
    Liebe Sandra, gute Besserung!!
    Und dein Smoothei klingt köstlich. So schön herbstlich. Ein Kuschel-Smoothie so zu sagen, lecker! 🙂
    Allerliebste Grüße
    Katja

    • Hallo Katja!
      Dankeeee, ich hab ja hin und her überlegt, ob ich diese beiden Themen („würgende Italiener“ und „lecker Smoothie“) verbinden soll… aber beim Schreiben musste ich mich auch totlachen, weil gerade alles so skuril ist. Ja, früher haben wir immer den Italienern auf der Wiesn gesagt „Be careful, this is high speed beer“, aber gehört haben sie nie auf uns. Sie sind dann nach einer Stunde am Tisch eingeschlafen und wir waren in unseren Hoch-Zeiten 11 Stunden im Zelt 🙂 Alles eine Frage des „Maß“ der Dinge 😉
      Mal schauen, ob es mich noch auf ne Maß und ein hoibs Hendl hinverschlägt – das Wetter schreit im Moment danach, draußen zu sitzen und betrunkene Italiener zu beobachten 😉
      Ich grüße dich ganz ganz lieb zurück,
      Sandra

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